Ahnen: Sehr gute Unterrichtsversorgung für das Schuljahr 2005/2006

"In den allgemein bildenden Schulen landesweit hat sich die Unterrichtsversorgung in diesem Schuljahr noch über das hohe Niveau der Vorjahre hinaus verbessert." Das stellte Bildungsministerin Doris Ahnen heute in einer Pressekonferenz in Mainz fest, bei der die Ergebnisse der amtlichen Schulstatistik für das Schuljahr 2005/2006 präsentiert wurden. Mit einem Versorgungsgrad von 98,4 Prozent werde der Wert der drei Vorgängerjahre um 0,3 Prozentpunkte übertroffen. "Das ist eine sehr gute Basis für eine erfolgreiche Bildungsarbeit in unseren Schulen", betonte die Ministerin.

10.11.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Seit Beginn der Legislaturperiode konnten mit Unterstützung des Parlaments, das beispielsweise für dieses Schuljahr 200 zusätzliche Lehrerstellen bereitgestellt hat, und dank der erfolgreichen Bemühungen von Schulaufsicht und Ministerium immer sehr gute Werte für die Unterrichtsversorgung erreicht werden", sagte Doris Ahnen weiter. "Das ist ein eindeutiger Beweis für die Verlässlichkeit und Kontinuität in der Schulpolitik. Das Land hat zudem die Sicherung der Unterrichtsversorgung mit qualitativen Verbesserungen verbunden, wie beispielsweise der Ausbau der Fremdsprachenarbeit in den Grundschulen, aber auch die Erhöhung der Anrechnungsstunden für die Schulleitungen kleiner Schulen zu diesem Schuljahr zeigen. Auch angesichts der nicht einfachen Lage auf dem Lehrerarbeitsmarkt kann sich die Unterrichtsversorgung in Rheinland-Pfalz bundesweit sehr gut sehen lassen."

Die Entwicklung in den verschiedenen Schularten stelle sich folgendermaßen dar: An Grundschulen, Hauptschulen, Regionalen Schulen, Realschulen, Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen sowie an den Förderschulen habe sich die Unterrichtsversorgung verbessert. Die Grundschulen seien in diesem Jahr voll versorgt. Auch an den Regionalen Schulen (98,8 Prozent) und an den Hauptschulen (98,6 Prozent) sei die Unterrichtsversorgung überdurchschnittlich. Lediglich an den 14 Dualen Oberschulen sei sie im laufenden Schuljahr etwas schlechter gegenüber dem hervorragenden Wert des Vorjahres, liege aber immer noch bei 97,6 Prozent. Gleichzeitig seien die durchschnittlichen Klassengrößen in den allermeisten Schularten gesunken. In Grundschulen und Gymnasien seien sie konstant geblieben.

Erreicht worden sei die insgesamt sehr gute Unterrichtsversorgung vor allem durch die Fortsetzung der kontinuierlichen Einstellungspolitik und durch die vom Parlament genehmigte Aufstockung um 200 Lehrerstellen, unterstrich Bildungsministerin Ahnen. Zum Beginn des Schuljahres seien 1080 Einstellungen in Dauerbeschäftigungsverhältnissen vorgenommen worden. An den allgemein bildenden Schulen hätten zudem 31 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger zum neuen Schuljahr eingestellt werden können. In den Berufsbildenden Schulen (BBS) seien auf diesem Weg vier Stellen besetzt worden. Daneben seien im BBS-Bereich im laufenden Schuljahr 24 Lehrkräfte für Fachpraxis beziehungsweise Fachlehrerinnen und -lehrer in die pädagogische Ausbildung aufgenommen worden. Insgesamt 100 junge Lehrerinnen und Lehrer seien unmittelbar nach Ableistung ihres Referendariats zum 1.5. beziehungsweise zum 1.11. im BBS-Bereich eingestellt worden, unterstrich Doris Ahnen. Die Daten zur Unterrichtsversorgung der Berufsbildenden Schulen lägen – wie in jedem Jahr – etwa einen Monat nach den Daten für die allgemein bildenden Schulen vor, da die für die Berufsschülerzahlen in hohem Umfang maßgeblichen Ausbildungsverhältnisse zum Teil noch während der Herbstmonate abgeschlossen würden.

Um die sehr gute Unterrichtsversorgung auch in akuten Ausnahmefällen weitestgehend aufrechterhalten zu können und kurzfristig entstehendem Unterrichtsausfall entgegenzuwirken, sei zum laufenden Schuljahr das Programm Erweiterte Selbstständigkeit (PES) erneut ausgeweitet worden, unterstrich die Bildungsministerin. Durch die Aufnahme von weiteren 80 Schulen in das Programm könnten sich nunmehr landesweit 405 Schulen im Rahmen von eigenen Budgets Vertretungspools aufbauen, auf die beispielsweise bei Erkrankungen zurückgegriffen werden könne. Seit 2002 habe sich die Zahl der PES-Schulen damit fast verdreifacht. An den Grundschulen sei zu diesem Zweck eine 143-köpfige "Lehrerfeuerwehr" im Einsatz. "Die jetzt vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die Unterrichtsversorgung für die Landesregierung und die Schulaufsicht höchste Priorität hat, wobei ich aber auch die außerordentlichen Anstrengungen vor allem der Lehrerinnen und Lehrer und der Schulleitungen für eine gute Unterrichtsversorgung ausdrücklich hervorheben möchte", sagte Doris Ahnen abschließend.


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