Bayern

Aus der Traum: 1873 bayerische Gymnasiallehrerstellen werden gestrichen

Wenn es nach dem Willen der bayerischen Staatsregierung geht, werden im neuen Doppelhaushalt, der am Mittwoch dieser Woche in den Landtag eingebracht wird, bayernweit fast zweitausend Gymnasiallehrerstellen gestrichen. Das bedeutet das Aus für kleinere Klassen, individuelle Förderung und lässt auch viele andere, dringend notwendige, strukturelle Verbesserungen erst einmal wieder in weite Ferne rücken.

31.01.2011 Pressemeldung Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern

"Wir müssen leider davon ausgehen, dass sich die CSU und ihr Koalitionspartner FDP gegen den Verbleib der 1873 Lehrerstellen am Gymnasium entscheiden werden, die durch den Weggang der letzten G9-SchülerInnen rechnerisch frei werden," sagt Thomas Lillig, Vorsitzender der LEV.

Die LEV setzt sich seit Jahren dafür ein, die Stellen an den Gymnasien zu belassen, um den Schulen die Chance zu geben, den vom Gesetzgeber geplanten Ausbau der Ganztagsschulen und die Verringerung der Schülerzahlen in Intensivierungsstunden und Seminaren sowie die notwendige integrierte Lehrerreserve von vier Prozent umzusetzen.

Die Schülerzahlen an den Gymnasien, prognostiziert Lillig und führt den politischen Willen, mehr bayerische Kinder zum Abitur und zum Studium zu bringen, als Beweis an, werde auch in den kommenden Jahren steigen. Die bayerischen Gymnasien platzen nahezu überall aus allen Nähten. Seit Jahren sind Lehrermangel, Raumnot und Unterrichtsausfälle an der Tagesordnung.

"Lehrern, Eltern und vor allem den Kindern wurde die überstürzte Einführung des achtjährigen Gymnasiums zugemutet. Jetzt wäre es möglich, die erbrachten Vorleistungen mit der versprochenen guten Unterrichtsversorgung auszugleichen, die nachhaltige Bildung ermöglicht. Wenn es dann aber darum geht, den Beweis anzutreten, wird der Rotstift mal wieder bei denen angesetzt, die sich am wenigsten wehren können - bei den Kindern. Es fehlen weiter Lehrer in Mathematik, Naturwissenschaften und Latein, die nicht arbeitslos werden sollen," gibt Lillig die Stimmung seiner Mitglieder weiter.

"Bildungsausgaben müssen weiter oberste Priorität haben!" so die Forderung der Eltern.

Für Rückfragen steht Ihnen Thomas Lillig unter 0174 3463 425 gerne zur Verfügung.

Die LEV vertritt 600.000 Mütter und Väter in Bayern. Mehr Informationen unter www.lev-gym-bayern.de


Karin Oesterreicher-Pfeiffer
Öffentlichkeitsarbeit LEV
Georg-Kalb-Straße 39
82049 Pullach
Telefon 089 74 99 99 06
Telefax 089 74 99 99 07
mobil 0177 21 505 78

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