Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I

Die nordrhein-westfälische Landesregierung stellt die Weichen für eine bessere individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern, für mehr Werteerziehung und mehr bilinguale Unterrichtsangebote.

10.01.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Mit der Vorlage der neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I setzen wir das neue Schulgesetz weiter konsequent um. Wir stärken die individuelle Förderung und bauen die Bildungsangebote an unseren Schulen aus. Damit verbessern wir die Rahmenbedingungen für ein gerechteres und leistungsfähigeres Schulsystem", erklärte Schulministerin Barbara Sommer. Zum Entwurf der neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Sekundarstufe I (APO-S I) findet am heutigen Mittwoch im Ausschuss für Schule und Weiterbildung eine öffentliche Anhörung statt. Ende Januar 2007 soll die neue APO-S I dann im Ausschuss abschließend beraten werden.

Mit der APO-S I werden Teilbereiche des Schulgesetzes, insbesondere zur individuellen Förderung, zur Verwendung von zusätzlichen Ergänzungsstunden und zur Leistungsbewertung durch nähere Detailregelungen umgesetzt. Darüber hinaus sieht die APO-S I folgende Neuerungen vor: Schüler, Eltern und Lehrer übernehmen gemeinsam Verantwortung dafür, dass ein Kind, dass die Erprobungsstufe erfolgreich durchlaufen hat, den gewählten Bildungsgang erfolgreich zu Ende führt. Sommer: "Wir setzen alles daran, durch Maßnahmen der individuellen Förderung die Bildungschancen unserer Kinder weiter zu verbessern."

Das Fach Praktische Philosophie, das der systematischen Auseinandersetzung mit Sinn- und Wertefragen dient, kann zukünftig an allen Schulen ab Klasse 5 angeboten werden. Die bisherige Begrenzung des Faches auf die Klassenstufen 9 und 10 wird aufgehoben. "Erstmals schaffen wir damit die rechtlichen Voraussetzungen dafür, dass alle Schülerinnen und Schüler, die nicht am Religionsunterricht teilnehmen, die gesamte Sekundarstufe I hindurch eine Werteerziehung erhalten", betonte Barbara Sommer.

Schulen ohne bilingualen Zweig erhalten die Möglichkeit, bereits in der Sekundarstufe I fremdsprachlichen Unterricht in einem nichtsprachlichen Sachfach einzurichten. So sollen möglichst viele Schülerinnen und Schüler die Chance erhalten, Englisch oder eine andere Fremdsprache als Arbeitssprache im Fachunterricht einzusetzen. "Diese besonders effektive Art des Fremdsprachenlernens wollen wir weiter stärken und ausbauen", so die Ministerin.


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