Band „Deine Freunde“: „Wir verstecken unsere Werte zwischen den Zeilen“
Ob Hausaufgaben, Süßigkeiten oder unaufmerksame Eltern: Mit ehrlichen Songs über Themen aus dem Familienalltag begeistert die Band „Deine Freunde“ kleine wie große Fans. Im didacta-Bildungspodcast verrät Bandmitglied Florian Sump, wie es dazu kam und warum es ihm wichtig ist, in seinen Texten verschiedene Perspektiven zu beleuchten.
30.09.2025 Bundesweit Artikel Anna PetersenSeit über zehn Jahren macht die Band „Deine Freunde“ erfolgreich Musik für Kinder und Familien – pointiert, humorvoll und ganz ausdrücklich ohne erhobenen Zeigefinger. Bandmitglied Florian Sump ist in der 40. Episode beim didacta-Bildungspodcast zu Gast. Im Gespräch mit Anna Petersen erzählt er von der Entstehung der Band, seiner Vergangenheit als Erzieher, versteckten Botschaften in den Songs und seinem persönlichen Blick auf Leistungsdruck in der Kindheit.
Das Gespräch führte Anna Petersen am 5. September 2025.
Anna Petersen: Flo, meine Kinder sind große Fans von eurem Song „Schokolade“. Der zählt ja auf YouTube inzwischen 9,8 Millionen Aufrufe. Ich persönlich liebe, dass das Wort „Naschi“ vorkommt. Das ist so eine schöne Kindheitserinnerung. Was aber jetzt in der Recherche ganz neu für mich war: Das war tatsächlich euer erster Song – 2011 – und eigentlich war der für deine Kindergartengruppe gedacht, denn du hast früher als Erzieher gearbeitet. Erzähl mal, wie es dazu kam.
Florian Sump: Ja, das hast du wunderbar und genau richtig recherchiert. Also, ich habe circa zehn Jahre lang im pädagogischen Bereich gearbeitet, mit Kindern verschiedenster Altersstufen, vom Kitaalter bis zur Grundschule, also im Grunde von 0 bis 12. Und was mir da dann nach relativ kurzer Zeit aufgefallen ist, ist, dass das musikalische Angebot für die Kinder, die immer Bock auf Musik hatten, doch recht eng war.
Also, es ist einfach ein viel zu kleines Feld gewesen. Egal, in welcher Einrichtung ich war – und ich habe in vielen verschiedenen Einrichtungen gearbeitet – war das so, dass da drei, vier, vielleicht fünf CDs oder andere Tonträger herumlagen. Und dann habe ich die Erfahrung gemacht, dass wenn ich Beats von zu Hause mitbringe oder Musik, die ich zu Hause gerne höre und die dort einfach laufen lasse, dass die Kinder dazu viel mehr abgegangen sind, viel bessere Laune hatten, viel lieber getanzt haben. So kam dann irgendwann die Idee – also im Grunde durch die Kinder selber, indem ich sie beobachtet habe, wie sich zu der Musik verhalten –, mal Musik zu machen, die ähnliche Beats hat wie die, die ich da immer mitgenommen habe in die Einrichtung – aber mit Texten, die der Lebenswirklichkeit der Kinder entnommen sind. […]
Das komplette Gespräch finden Sie auf Spotify, Apple, Podcast.de und Deezer.
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