Bayern

Bayerns Kultusministerium begrüßt, dass BLLV sich bewusst als Partner gegen rechte Gewalt ausgesprochen hat

Das Bayerische Kultusministerium begrüßt es, dass sich der BLLV heute deutlich als Partner in der Erziehung gegen rechte Gewalt ausgesprochen hat - wie dies die anderen Lehrerverbände, nämlich Bayerischer Realschullehrerverband und Bayerischer Philologenverband, ja bereits jüngst in Zusammenhang mit den Planungen der NPD-Jugend in Landshut getan haben.

03.02.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

An Bayerns Schulen gehört das Aufarbeiten der Geschichte des totalitären Systems sowie das Einüben von Demokratie und Toleranz zu den Kernzielen der Bildungs- und Erziehungsarbeit.

In Bayern ist deshalb der Unterricht in den Fächern Geschichte und Sozialkunde in allen Schularten fest und nachhaltig verankert.

Zusätzliche Stunden sind, wie es der BLLV fordert, pädagogisch sicher immer sinnvoll. Allerdings sollten sich Befürworter einer Ausweitung von Fächern über die bereits vorhandenen Stundenzahlen hinaus darüber klar werden, dass Bildung sich nicht nur auf gesellschaftspolitische Themen beschränken kann. Auch sprachliche, naturwissenschaftliche und musisch-kreative Bildung haben einen hohen Stellenwert, den man angesichts der jungen Menschen mit ihren Talenten und Interessen sowie den gesellschaftlichen Anforderungen nicht in Frage stellen darf. Das Kultusministerium hält die Stundentafeln für die einzelnen Schularten für ausgewogen. Die dazugehörigen Lehrpläne sind von erfahrenen Lehrkräften selbst entwickelt worden.

Mit Unverständnis reagiert das Ministerium auf die Aussagen des BLLV-Präsidenten Wenzel, dass in den "etablierten Schulsystemen Konkurrenz und Ausgrenzung dominieren". Im Mittelpunkt der Arbeit der Lehrkräfte in Bayern steht es, die jungen Menschen zu fordern und zu fördern. Die Werteerziehung einschließlich der Anstrengungen, eine Ausgrenzung von jungen Menschen bereits im Keim zu ersticken, gehört dazu.

Der Anteil der Jugendlichen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, ist in den beiden Ländern Baden-Württemberg und Bayern (5,6 Prozent) am niedrigsten. Es ist ein Ziel des Kultusministeriums, diesen Anteil weiter zu senken.


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