Bildungsministerium unterstützt die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern mit zusätzlichen Mitteln

Schulen, die ihre Schülerinnen und Schüler besonders fördern, die Zahl der Sitzenbleiber vermindern oder die dafür sorgen, dass so viele Jugendliche wie möglich die Schule mit einem Abschluss verlassen, können jetzt bei der Landesregierung Unterstützung beantragen. Noch bis zum 30. April können interessierte Schulen Anträge stellen auf personelle oder finanzielle Mittel aus dem "Förderfonds" des Bildungsministeriums.

03.02.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

"Die Fähigkeiten des einzelnen Schülers, der einzelnen Schülerin zu erkennen, Schwächen und Stärken zu ermitteln und entsprechende Hilfen zu geben, das ist eine der großen Herausforderungen an die Lehrkräfte", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave dazu heute (3. Februar) in Kiel. Die individuelle Förderung des einzelnen Kindes und Jugendlichen rücke immer mehr in den Blickpunkt. "Die Landesregierung will die Schulen bei dieser Aufgabe unterstützen und hat deshalb diesen Förderfonds aufgelegt." Im Rahmen dieses Fonds stehen den Schulen in diesem Jahr 40 Planstellen zur Verfügung. Im Lauf der Legislaturperiode soll der Fonds bis auf 200 Stellen im Jahr 2010 anwachsen.

Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien können daraus ab dem 1. August 2006 eine auf drei Jahre befristete Unterstützung in Form von zusätzlichen Lehrerwochenstunden oder entsprechenden Finanzmitteln erhalten. Voraussetzung für eine Förderung ist die Vorlage eines langfristig angelegten Konzeptes zur Vermeidung des Sitzenbleibens, von Rückstufungen, vorrangig in den Jahrgangsstufen 7 und 8, oder des Schulabgangs ohne Abschluss. Auch in Fällen, in denen ein Schulträger die Errichtung einer Gemeinschaftsschule beschlossen hat, können die beteiligten Schulen für die Konzeptentwicklung und Vorbereitung eine Unterstützung aus dem Fonds erhalten. Pro Schule stehen je nach Zügigkeit insgesamt maximal eine Planstelle (oder Finanzmittel im Umfang von bis zu 50.000 Euro pro Jahr) zur Verfügung.


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