Deutsche Erfolge beim weltweit größten Schülerwettbewerb Intel International Science and Engineering Fair in den USA
Bei der 64. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Phoenix, Arizona hat das zwölfköpfige deutsche Team fünf Preise gewonnen. Die Preisträgerinnen und Preisträger von Jugend forscht präsentierten der internationalen Expertenjury beim weltweit größten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb insgesamt zehn innovative Forschungsprojekte und konnten sich in den USA gegen starke Konkurrenz behaupten. Am Wettbewerb, der vom 12. bis 17. Mai ausgetragen wurde, nahmen mehr als 1 500 junge Wissenschaftler aus über 70 Ländern teil.
21.05.2013 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Über insgesamt drei Preise freute sich Timm Piper aus dem rheinland-pfälzischen Bullay. Der Physik-Bundessieger von 2012 präsentierte in den USA sein neues variables Beleuchtungskonzept, mit dem er das Abbildungsvermögen von Lichtmikroskopen entscheidend verbessern konnte. Durch eine geschickte Beleuchtung und intelligente Bildüberlagerungen gelangen ihm kontrastreiche Mikroskopaufnahmen, auf denen auch kleinste Details etwa von Insektenflügeln zu erkennen sind. Der 17-Jährige gewann in Phoenix einen zweiten Preis im Fachgebiet Physik und Astronomie im Wert von 1.500 US-Dollar. Darüber hinaus wurde er mit einem mit 150 US-Dollar dotierten zweiten Preis der Patent and Trademark Office Society sowie einem mit 1.000 US-Dollar dotierten dritten Preis der International Society for Optical Engineering (SPIE) ausgezeichnet.
Einen weiteren zweiten Preis in Höhe von 1.500 US-Dollar erhielt Michael Laue (17) aus Bitterfeld im Fachgebiet Chemie. In seinem prämierten Forschungsprojekt ging der Jungforscher der Frage nach, wie sich Öle der Römischen und der Echten Kamille am besten extrahieren lassen. Dazu teste er verschiedene Verfahren und untersuchte die Extrakte mit der sogenannten Dünnschichtchromatografie. Dabei stellte er fest, dass sich die Öle besonders schonend mit Kohlendioxid herauslösen lassen. Beim letztjährigen Bundeswettbewerb in Erfurt hatte er mit dem Projekt bereits den zweiten Preis im Fachgebiet Chemie gewonnen.
Julius Kunze aus Chemnitz gewann einen vierten Preis im Fachgebiet Computer Science. Der 18-Jährige konnte die Jury mit seiner selbst programmierten Software überzeugen, die es ermöglicht, bestimmte Phänomene von Einsteins Relativitätstheorie am Computer zu visualisieren. Sie erzeugt faszinierende Bilder und auch Videos, die zum Beispiel zeigen, wie ein Fußballtor aus Sicht eines fast lichtschnellen Balls aussehen würde – nämlich merkwürdig krumm und verbogen. Mit dem Projekt war der Jungforscher bereits beim Jugend forscht Finale 2012 erfolgreich gewesen, wo er Bundessieger in Mathematik/Informatik wurde.
"Das erfolgreiche Abschneiden unserer Jugend forscht Preisträger beweist, dass wir in Deutschland über talentierte und leistungsstarke junge Forscher und Erfinder verfügt, die auch im internationalen Vergleich überzeugen können", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V.
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