Niedersachsen

Doppelter Abiturjahrgang 2011

Der Niedersächsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann hat heute über den Stand der Vorbereitungen zur Abiturprüfung 2011 informiert. Am 26. März beginnen die schriftlichen Prüfungen. "Nicht nur die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten, auch unsere Schulen sind auf das Abitur 2011 umfassend vorbereitet. Wir rechnen im doppelten Abiturjahrgang mit etwa 50.000 Abiturientinnen und Abiturienten, das sind etwa doppelt so viele wie in den Jahren zuvor. Unsere Schulen werden die große Herausforderung in professioneller Weise erfolgreich meistern", sagte der Kultusminister in Hannover.

21.02.2011 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Zugleich wies Althusmann darauf hin, dass die praktische Durchführung des "Doppelabiturs" eine große Herausforderung für die Schulen sei – die Lehrerinnen und Lehrer müssen beispielsweise rund 200.000 schriftliche Klausuren korrigieren (rund 50.000 Schüler und jeweils vier schriftliche Prüfungsfächer). "Die Schulen verfügen inzwischen über Organisations- und Prüfungserfahrung und werden die praktische Abwicklung der Prüfungen mit so vielen Teilnehmenden sowie die Betreuung und Aufsicht der Schülerinnen und Schüler während der Prüfungsklausuren bewältigen können", sagte Althusmann.

Zu den Besonderheiten des Abiturs 2011, bei dem es einige Erleichterungen für die Schulen gibt, zählen insbesondere:

  • Die einzelnen Fachprüfungsausschüsse werden auf jeweils zwei Mitglieder reduziert (sonst drei). Sollte in einem Fachprüfungsausschuss einmal kein Einvernehmen über die Bewertung der Prüfungsleistung erzielt werden, setzt das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission die Bewertung fest. Dabei kann sich die oder der Vorsitzende des Sachverstandes einer weiteren Fachlehrkraft der Schule bedienen.
  • Die im "Doppelabitur" eingesetzten Referentinnen und Referenten sowie die Prüferinnen und Prüfern erhalten mit Blick auf die besonderen Belastungen in der Abiturprüfung nach dem Ende des Unterrichts im letzten Schulhalbjahr eine umfangreiche Entlastung: Nach dem Ende der Prüfungen nicht mehr zu erteilende Stunden gelten, anders als in den Jahren zuvor, grundsätzlich als erteilt.
  • Ferner wird davon abgesehen, in dieser arbeitsintensiven Phase an den Gymnasien und den Kooperativen Gesamtschulen mit "Doppelabitur" ausstehende Schulinspektionen und sonst übliche Vergleichsarbeiten durchzuführen.
  • Die Ferienzeiten wurden frühzeitig so festgelegt, dass die Vorbereitungszeiten für die Schülerinnen und Schüler ebenso wie die Korrekturzeiten für die Lehrkräfte ausreichend lang sind. So endete das dritte Schulhalbjahr der insgesamt zweijährigen Qualifikationsphase bereits vor Weihnachten, das vierte endet – auch auf besonderen Wunsch des Landesschülerrats – bereits am 21. März. Der Haupttermin des schriftlichen Abiturs liegt dieses Jahr ausnahmsweise vollständig vor den Osterferien.

Darüber hinaus wies der Kultusminister darauf hin, dass das bewährte niedersächsische Zentralabitur in diesem Jahr zum sechsten Mal durchgeführt wird. "Wir gewährleisten die hohe Qualität unseres Abiturs und die Vergleichbarkeit der Abschlüsse auch im Vergleich mit anderen Ländern", sagte Dr. Bernd Althusmann.

Die erste Zentralabitur-Prüfung wird in diesem Jahr am 26. März stattfinden – die schriftliche Klausur im Fach Deutsch. Am 13. April findet die letzte schriftliche Prüfung statt, dann folgen ab 3. Mai die mündlichen Prüfungen, dann noch die Nachschreibtermine und mündlichen Nachprüfungen. Am 25. Juni haben es dann alle Beteiligten geschafft: Dies ist der letzte Termin zur Ausgabe der Abiturzeugnisse.


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