Drei Sommercamps zur Sprachförderung für Migranten
Unterrichtet werden die Jugendlichen von zehn Studentinnen und Studenten der TU/FU Berlin nach dem Sprachförderkonzept der TU Berlin (Frau Dr. Heidi Rösch). Diese Studentinnen und Studenten werden von der Stiftung Mercator finanziert. Bildungssenator Klaus Böger bedankte sich bei allen Projektpartnern: "Inzwischen sind wir uns in Deutschland einig: Wir leben in einem Einwanderungsland. Wir müssen die Menschen aus anderen Kulturen integrieren. Integration ist ein aktiver Prozess des Förderns und Forderns. Wir müssen den Kindern und Jugendlichen so früh wie möglich mit vielen konkreten Bildungsprojekten Deutsch beibringen. Klar ist: Integration ist mehr als nur die Sprache. Aber ohne Sprache ist alles andere nichts. Die Sprache ist der Schlüssel zu Bildungs- und beruflichem Erfolg. Ich möchte, dass diese wichtigen Projekte ausgedehnt werden."
20.07.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungInsgesamt gibt es drei Sommercamps:
- Schreibwerkstatt / sprachbetonter Workshop in der gelben Villa in Kreuzberg. Jeweils eine Studentin oder Student betreut eine kleine Gruppe von sieben Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Herkunftssprachen (u. a. Russisch, Thailändisch, Türkisch, Pakistani). Das Camp in der gelben Villa läuft vom 10. – 21. Juli 2006. An den Vormittagen findet die vierstündige Sprachförderung nach einen Konzept der TU Berlin statt. An den Nachmittagen schließen sich weitere Aktivitäten an, die auch der Sprachförderung dienen: z. B. Theaterprojekte, Streetdance, Kreativworkshops des Kreativ- und Bildungszentrums die gelbe Villa. Heute um 15 Uhr präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten aus dem Schreib-/Kreativworkshop. In der gelben Villa fördern drei Studentinnen und Studenten ca. 20 Schülerinnen und Schüler.
- Vom 16. Juli – 29. Juli 2006 findet ein sprachbetonter Workshop mit 20 Schülerinnen und Schülern durch den Träger ars-vivendi in Oberwarmensteinach (Bayern) statt.
- Außerdem bietet ars-vivendi einen weiteren Workshop mit dem Schwerpunkt auf der Berufsvorbereitung/Vorbereitung auf den MSA vom 6. -19. August 2006 in Grebenhain (Hessen) an.
Weitere Sprachcamps sind für die Herbst- und Osterferien 2006/2007 geplant.
Die Stiftung Mercator unterstützt in Berlin neben den Sommercamps zwei weitere Sprachförderprojekte:
- Außerschulische Sprachförderung am Nachmittag Im Schuljahr 2005/2006 sind vier Förderkurse an zwölf Schulen jeweils zweistündig an zwei Unterrichtstagen durchgeführt worden.
- Geleitet von Studenten und Studentinnen der Berliner Universitäten finden an Sonnabenden Workshops für Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe I statt. Im Schuljahr 2005/2006:
o Theaterprojekt am Leibnitz-Gymnasium
o Hörspielprojekt am Dürer-Gymnasium
o Nutzung von Bildungsangeboten (Museen, Ausstellungen, Lesungen, Schwerpunkt Weltreligionen) an der Lina-Morgenstern-Gesamtschule
In allen Projekten werden 300 Schüler und Schülerinnen von derzeit 35 Studenten und Studentinnen gefördert. Für das Schuljahr 2006/2007 werden 45 Studentinnen und Studenten angeworben. Es beteiligen sich insgesamt zwölf Schulen aller Schulformen in der Sekundarstufe I: Albert Schweitzer-Gymnasium, Robert-Koch-Gymnasium, Albrecht-Dürer-Gymnasium, Leibniz-Gymnasium, Eberhard-Klein-Haupt/Realschule, Carl-von-Ossietzky-Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe, Moses-Mendelsohn-Gesamtschule, Helmholtz-Gesamtschule, Thüringen-Gesamtschule, Lina Morgenstern Gesamtschule, Luise- und Wilhelm Teske Realschule, Gottfried-Kinkel Realschule.
Das Gesamtprojekt läuft von 2005 bis zum Jahresende 2007. Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport geleitet und gefördert Kooperationspartner sind die Stiftung Mercator (Finanzierung des Förderunterrichts), Prof. Dr. Hans Merkens von der FU Berlin (Akquise, Evaluation, Schulung, Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Konzepte) Frau Dr. Heidi Rösch von der TU Berlin (Sprachförderkonzepte für die Ferienschulen), das Landesinstitut für Schule und Medien - LISUM (DaZ-Module/ Fortbildung der Studierenden) und der BLK-Modellversuch FörMig (Evaluation).
Senator Klaus Böger: "Der Integrationsgipfel ist wichtig. Noch wichtiger sind konkrete Projekte, die jungen Menschen mit Migrationshintergrund fördern. Hieran müssen wir arbeiten, wenn wir die Integration voranbringen wollen."
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