"Ein virtueller runder Tisch zu Geschichte und Geschichtsunterricht"

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat nun eine Homepage zu Geschichte und Geschichtsunterricht freigeschaltet. "Gerade im Zeitalter der Globalisierung hat die Bindung der Menschen an ihre Heimat, haben regionale und lokale Bezüge enorme Bedeutung", betonte der Minister. Historische Bildung spiele dabei eine Schlüsselrolle. Die Homepage steht im Zusammenhang mit der Initiative des Kultusministers zur Stärkung der Landesgeschichte.

04.11.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Unter "www.historisches-forum-bayern.de" können sich nicht nur Geschichtslehrer und Schüler, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger über geschichtliche Zusammenhänge informieren. Der virtuelle runde Tisch "Historisches Forum Bayern" wird nach Einschätzung von Minister Spaenle damit einen Beitrag leisten, "Schule und außerschulische Geschichtskultur zu vernetzen". Inhaltlich auswählen können die Nutzer dabei über die Buttons "Aktuelles", "Historisch-politische Themen", "Institutionen" sowie "Projekte und Seminare".

Über "Aktuelles" gelangt man z.B. zu dem Hinweis auf den Landesschülerwettbewerb "Erinnerungszeichen – Schüler erforschen Geschichte und Kultur in ihrer Heimat in der Nachkriegszeit".

Inhaltliche Schwerpunkte bilden bei den "historisch-politischen Themen" gegenwärtig Bayern, Europa, Flucht und Vertreibung, Judentum und Nationalsozialismus. Doch die Palette der Themenfelder wird noch erweitert und vor allem vertieft werden, betont Josef Koller vom Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung. Er hat die Seite im Auftrag des Kultusministeriums erstellt und will sie in den kommenden Monaten zusammen mit Geschichtslehrern immer weiter ausbauen.

Unter den "Institutionen" wird auf Museen und Gedenkstätten, Archive, Ämter und wissenschaftliche Einrichtungen sowie auf Vereine und Verbände hingewiesen.
Und unter dem Button "Projekte und Seminare" finden sich Hinweise auf Themenstellungen für die einschlägigen P- und W-Seminare des achtjährigen Gymnasiums.

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hatte im Januar 2009 in München eine Initiative zur Bayerischen Landesgeschichte ins Leben gerufen. Gerade die Landesgeschichte kann für den Kultusminister, der selbst promovierter Historiker ist, den Menschen in der globalisierten Welt Identität und Heimat vermitteln. "Die Geschichte Bayerns mit all ihren Facetten belegt und stiftet Identität", betont Kultusminister Spaenle.

Er hatte dazu die Vertreter von Universitäten, der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, des Hauses der Bayerischen Geschichte, der bayerischen Archive und der Schulverwaltung sowie der Medien dazu aufgerufen, neue Wege zu suchen, Landesgeschichte neu zu erzählen und weiterzugeben. Dr. Spaenle will die Vermittlung und Darstellung der Geschichte Bayerns intensivieren und nachhaltig anlegen.


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