Föderalismus

Einhaltung der Abiturbildungsstandards muss empirisch überprüft werden!

Im Hinblick auf die heute begonnene Sitzung der Kultusministerkonferenz, die sich u.a. mit der Erarbeitung von Aufgabentools für Abiturprüfungen auf der Basis der verabschiedeten Bildungsstandards befasst, erklärte Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes, dass man alle Schritte begrüße, die einer besseren Vergleichbarkeit der Abiturprüfungen in den verschiedenen Bundesländern dienten.

20.06.2013 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

Meidinger betonte: "Es ist angesichts der Bedeutung von Hundertstelnoten in Abiturzeugnissen bei der Zulassung zu Studienfächern nicht tragbar, dass das Abitur in den Bundesländern zu unterschiedlichen Preisen zu haben ist. Dabei muss eine Niveauangleichung nach oben das Ziel sein!"

Meidinger zeigte sich äußerst skeptisch darüber, dass in der Mehrzahl der Bundesländer dazu der politische Wille vorhanden sei. Er habe noch keinen Kultusminister erlebt, der zugegeben hätte, dass dadurch in seinem Bundesland das Abitur schwerer werden könne. Wenn es aber nirgendwo schwerer werden solle, liege der Verdacht nahe, dass eine Angleichung nach unten in Kauf genommen werde.

Abschließend wies er darauf hin: "Die Nagelprobe, ob die KMK es ernst meint, besteht darin, ob sie eine stichprobenartige Überprüfung in allen Bundesländern ab 2016 zulässt, inwieweit die Bildungsstandards eingehalten werden. Die Tatsache, dass dies bislang nicht geplant ist, lässt vermuten, dass das ganze Unternehmen ein Papiertiger bleiben könnte."


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