Schleswig-Holstein

Fachanforderungen für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Naturwissenschaften sind in der Anhörung

Für die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch und das Fach Naturwissenschaften sollen die seit 1997 oder 2002 in Schleswig-Holstein geltenden Lehrpläne durch neue Curricula abgelöst werden. Die Entwürfe für diese Fachanforderungen, die zum Schuljahr 2014/15 in Kraft treten sollen, sind jetzt in die Anhörung gegangen. Das teilte das Bildungsministerium heute (21. Mai) mit.

21.05.2014 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Die Fachanforderungen, die in den allgemein bildenden Schulen in der Sekundarstufe I und II (Naturwissenschaften nur Sekundarstufe I) zum Einsatz kommen sollen, greifen die von der Kultusministerkonferenz vereinbarten Bildungsstandards für die unterschiedlichen Abschlüsse auf: Erster Allgemeinbildender Schulabschluss, Mittlerer Schulabschluss und Allgemeine Hochschulreife. Damit schaffen sie eine bessere Vergleichbarkeit und fördern die Durchlässigkeit und Mobilität sowohl für Lehrkräfte als auch für Schülerinnen und Schüler. Zugleich werden die Veränderungen der schleswig-holsteinischen Schulstruktur berücksichtigt wie zum Beispiel der Wechsel zum zweigliedrigen Schulsystem in der Sekundarstufe I, die Parallelität von G8 und G9 oder die Einrichtung der Profiloberstufe.

In den Fachanforderungen werden die didaktischen Grundlagen der jeweiligen Fächer beschrieben, wobei insbesondere die stärkere Kompetenzorientierung des Unterrichts im Mittelpunkt steht. Sie bilden damit den Rahmen für die Fachkonferenz-Arbeit in den Schulen. Innerhalb dieses Rahmens haben die Schulen Gestaltungsfreiheit bei der Umsetzung der Kontingentstundentafel, der Lern- und Unterrichtsorganisation, der pädagogisch-didaktischen Konzepte und der inhaltlichen Schwerpunkte. Erarbeitet wurden die Fachanforderungen von Fachkommissionen, in denen Vertreterinnen und Vertreter des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH), des Bildungsministeriums sowie Lehrkräfte der unterschiedlichen Schularten zusammengearbeitet haben. Außerdem haben bundesweit anerkannte Fachdidaktiker die Entwürfe geprüft, bevor das sechswöchige Anhörungsverfahren mit 65 Beteiligten eröffnet wurde.


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