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GEW BW will mehr Schüler:innen- und Elternbeteiligung

Die Bildungsgewerkschaft GEW setzt sich ein für eine demokratische Schule ein, in der Schüler:innen, Eltern und Lehrkräfte auf Augenhöhe zusammenarbeiten und fordert eine Klassenlehrkraft-Stunde pro Woche.

20.01.2026 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-Württemberg
  • Ein Stapel Bücher auf einem Tisch. © Adobe Stock Die GEW-Chefin setzt sich für die Einbindung der Eltern in die Schulentwicklung ein.

„Leider bleibt gute Elternarbeit angesichts der Bedingungen, unter denen Lehrkräfte arbeiten, oft Stückwerk. Jahr für Jahr müssen Lehrkräfte jonglieren, damit der Unterricht überhaupt stattfinden kann, da bleibt für intensive Elternarbeit ohne Selbstausbeutung zu wenig Zeit. Wir wollen, dass die nächste Landesregierung die voraussichtlich zurückgehenden Schülerzahlen in den Grundschulen und das eingesparte Geld durch die jahrelang nicht besetzten Stellen nutzt, um zum Beispiel den Klassenlehrer:innen an allen 2.400 Grundschulen eine Klassenlehrkraft-Stunde pro Woche zu geben. Diese kann dann auch für aktivere Elternarbeit genutzt werden“, sagte am Dienstag (20.01.) in Stuttgart Monika Stein, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Baden-Württemberg.

Das Modell könnte dann so aussehen, dass eine Grundschullehrkraft, die für eine Klasse verantwortlich ist, 27 statt 28 Deputatsstunden haben würde. Die GEW als größte Interessenvertretung der Lehrkräfte im Südwesten nennt die konstruktive Zusammenarbeit aller am Schulleben Beteiligten eine wichtige Voraussetzung, damit sich Schulen weiterentwickeln können und Schüler:innen bestmöglich auf dem Weg ins Leben begleitet werden können.

„Schulen brauchen die aktive Unterstützung und Mitarbeit von Eltern und Schüler:innen. Kinder müssen fit gemacht werden für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Medienbildung ist zum Beispiel nicht nur ein Thema für Kinder und Jugendliche, sondern auch für die Eltern. Dass dafür Unterstützung da und erreichbar sein muss, versteht sich von selbst“, sagte Stein.

Die GEW-Chefin setzt sich für die Einbindung der Eltern in die Schulentwicklung ein. Die Zusammenarbeit demonstriere das gemeinsame Interesse, die Schule als Lern- und Lebensort für Kinder weiter zu verbessern.

Mit dem GEW-Eltern-Jahrbuch, das in diesem Schuljahr zum ersten Mal in Kooperation mit dem Landeselternbeirat erschienen ist, unterstützt die GEW Elternvertreter:innen an den 4.500 Schulen. „Es scheint ungewöhnlich, wenn eine Bildungsgewerkschaft, die Lehrer:innen und andere Beschäftigte in Bildungseinrichtungen vertritt, diesen Service für Eltern anbietet. Wir wollen bewusst Elternvertreter:innen stärken. Gut informierte Eltern sind wichtige Partner:innen im Schulleben und bei der Entwicklung guter Schulen“, sagte Stein.

Ansprechpartner

GEW Baden-Württemberg

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