IT in den Schulen: Ausstattung ja – Einsatz nein
(red) Nahezu alle Jugendlichen besitzen ein Handy und nutzen das Internet. Drei Viertel aller Schüler machen regelmäßig Hausaufgaben am PC. Sie verbringen viele Stunden ihrer Freizeit in sozialen Netzwerken wie Facebook oder SchülerVZ, veröffentlichen Videos auf Youtube, mailen, chatten, suchen nach Informationen - die digitale Welt gehört längst zu ihrem Alltag. Und welche Rolle spielen Internet, Computer und Co. unterdessen in der Schule?
22.02.2011 ArtikelDas hat jetzt eine Studie untersucht, die am 23. Februar auf der didacta in Stuttgart vorgestellt wird. Längst sind alle Schulen im Netz, und in vielen Klassenzimmern stehen Computer, das Konjunkturpaket II verhalf überdies vielen Schulen zu interaktiven Whiteboards Boards. Hin und wieder hört man sogar von iPad-Klassen oder dem Einsatz von Handys im Unterricht. Sind Computer, Internet und Co. also im Unterricht angekommen und fest verankert? Wohl eher nicht, so das Ergebnis der D21-Bildungsstudie "Digitale Medien in der Schule".
Im Rahmen der Studie wurden 305 Lehrer aus weiterführenden Schulen interviewt. Das Ergebnis: Trotz beinahe flächendeckender IT-Ausstattung stehen die Geräte - egal ob Compter, Notebooks oder Smartphone - so gut wie nie tatsächlich jedem Schüler zur Verfügung.
Warum das so ist, hat verschiedene Gründe. Die Lehrer jedenfalls bemängelten in der Umfrage, dass es an entsprechenden Konzepten fehle, um Software und Internet nachhaltig in den schulischen Unterricht zu integrieren. "Lehrkräfte setzen vorzugsweise Medien ein, von deren Wirksamkeit sie im Unterricht überzeugt sind. Entsprechend ist es die Aufgabe aller Verantwortlichen, die Schulen nicht nur finanziell, sondern auch konzeptionell stärker zu unterstützen", resümiert Stephan Griebel von Texas Instruments Deutschland und Vorstandsmitglied Initiative D21.
Die Vorteile von Internet und Computer wissen die Lehrer laut der Studie allerdings sehr zu schätzen. Für ihre Unterrichtsvorbereitung nutzt nämlich die Mehrheit von ihnen bereits das Internet. Je jünger die Lehrer, desto intensiver die Einbindung des www in die Vorbereitungen für den schulischen Alltag. Aber der nächste Schritt, nämlich der zum verstärkten Einsatz von Computer und Internet im Unterricht muss wohl noch getan werden, betont auch Martin Hüppe, vom Cornelsen Verlag und ebenfalls D21-Vorstandsmitglied: "Wichtigste Aufgabe ist jetzt, Lehrern methodische Unterstützung zu geben, wie sie Medien effektiv im Unterricht einsetzen können. Bildungsverlage entwickeln bereits digitale Unterrichtsszenarien für den Regelunterricht."
Dazu auf der didacta
Dienstag 22. Februar bis Samstag 26. Februar
Kompetenz fördern, Qualifizierung stärken, Orientierung vermitteln: Medienbildung 2.0
Sonderschau, Stand 7A71
Dienstag 22. Februar - Donnerstag 24. Februar
Fachtagung "Professional E-Learning"
ICS
Dienstag 22. Februar, 14 Uhr
Web 2.0 in Schule und Unterricht: Welche Möglichkeiten bietet das "Mitmachnetz" für Lehrkräfte?
ICS, Raum C3.2
Dienstag 22. Februar, 14 Uhr
Twitter, Blogs & Co: Web 2.0 in der Bildung
Stand 7A71
Mittwoch, 23. Februar, 10 Uhr bis 11 Uhr
Pressegespräch Microsoft: Das Innovative Schools Programm. Schüler des Pinneberger Gymnasiums zeigen verschiedene Lernszenarien.
Stand 5C69
Mittwoch, 23. Februar, 11 Uhr
Pressekonferenz Initiative D 21 - Vorstellung der Studie "IT in deutschen Klassenzimmern – Eine Studie im Rahmen des (N)Onliner Atlas".
Konferenzraum im Pressezentrum
Mittwoch, 23. Februar, 13 Uhr
Pressegespräch: Hörstift Ting - Neun Verlage zeigen 39 Ting-Titel auf der didacta.
Konferenzraum Pressezentrum
Mittwoch 23. Februar, 15 Uhr
Podiumsdiskussion zur Studie "IT in deutschen Klassenzimmern"
Stand 1G31
Samstag, 26. Februar, 10:30 Uhr
Medien in der Kita - Wieso, Weshalb, Warum?
Forum didacta aktuell, Stand 5G12
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