Kultusminister Goebel: "1. Platz bei frühkindlicher Bildung"
Der heute veröffentlichte Leistungscheck der Bundesländer des Bildungsmonitors 2006 bescheinigt Thüringen eine Spitzenposition bei der frühkindlichen Bildung. Mit Platz 1 beuge das Land rechtzeitig der Entstehung von Bildungsarmut vor.
23.08.2006 Thüringen Pressemeldung Thüringer KultusministeriumWie im Vorjahr zähle Thüringen beim Vergleich der Bildungssysteme zu den deutschen Musterschülern. Zusammen mit Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg bilde der Freistaat das Führungsquartett im Leistungstest der zentralen Bildungssysteme.
Als Stärken des Thüringer Schulsystems wurden insbesondere die gute finanzielle Ausstattung der Grundschulen, die individuelle Förderung und die hohe Lehrerzahl genannt. So lege kein Land in seinem Haushalt mehr Priorität auf eine gute Grundschulausbildung. Durch das große Angebot an Ganztagsschulen werde die individuelle Förderung gestärkt. Außerdem kürze Thüringen trotz weiterhin rückläufiger Schülerzahlen nicht im selben Maße beim Lehrerpersonal. Stattdessen werde die demografische Rendite wieder ins Bildungssystem investiert. Darüber hinaus sei Thüringen eine Talentschmiede für Nachwuchsforscher in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern (MINT). Auf 100 im Land beschäftigte Forscher kämen mehr als 16 MINT-Absolventen. Baden-Württemberg und Bayern hingegen würden lediglich halb so viel MINT-Akademiker ausbilden.
Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) erklärt: "Seit 16 Jahren hat Thüringen eine vernünftige Bildungspolitik mit Augenmaß gemacht. Unsere Spitzenposition in Deutschland wird vom Bildungsmonitor 2006 bestätigt. Erneut wurde deutlich, wie leistungsfähig das Thüringer Schulsystem ist. Im frühkindlichen Bereich stehen wir ganz vorn. Auch ein 3. Platz bei den weiterführenden Schulen und ein 6. Platz bei der beruflichen Bildung sind gute Ergebnisse. Nachholbedarf haben wir im Bereich der Hochschulen. Mit der Novellierung des Hochschulgesetzes sollen die Hochschulen noch mehr Autonomie erhalten. Damit wird sich die Effizienz des Mitteleinsatzes erhöhen. So sollen der wissenschaftliche Nachwuchs besser gefördert und die Attraktivität der Hochschulen gesteigert werden."
Die Bildungsstudie wurde im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) vom Institut der deutschen Wirtschaft erstellt. Anhand von mehr als 100 Indikatoren wurde bewertet, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet. Weitere Informationen sind im Internet unter www.insm.de zu finden.
Keine Kommentare vorhanden