Kultusminister Rau: OECD-Wirtschaftsbericht ignoriert hohes Maß an Durchlässigkeit des Schulsystems

"In dem heute vorgelegten Wirtschaftsbericht ignoriert die OECD erneut das hohe Maß an Durchlässigkeit des Schulsystems in Deutschland und Baden-Württemberg", sagte Kultusminister Helmut Rau MdL. Die von der OECD erneut befürwortete Änderung der Schulstruktur sei kein "hilfreicher Beitrag" in der laufenden Debatte um die Verbesserung der Qualität von Schule und Unterricht.

09.04.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Entscheidend für die Zukunftsperspektiven junger Menschen sei ein Bildungssystem, das differenzierte und individuelle Förderung anbiete und eine Vielzahl von schulischen Anschluss- und Aufstiegsmöglichkeiten ermögliche. Es sei dabei bezeichnend, dass das deutsche System der beruflichen Bildung in dem Bericht praktisch keine Erwähnung finde. In diesem Bereich finde im Südwesten der Aufstieg zu höheren Schulabschlüssen statt. 45 Prozent der Hauptschüler in Baden-Württemberg würden über das berufliche Schulwesen einen mittleren Bildungsabschluss erwerben. "Es irritiert mich auch, dass ausgerechnet für eine internationale Wirtschaftsorganisation wie die OECD der Übergang auf den Arbeitsmarkt offenbar von nachrangiger Bedeutung ist. Gerade auf diesem Gebiet hat Baden-Württemberg große Erfolge und die europaweit die niedrigste Jugendarbeitslosigkeit aufzuweisen."


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