Kultusminister Siegfried Schneider startet den schulversuch "KommMIT", um Kinder aus Migrantenfamilien noch besser zu fördern

"Integration ist der Schlüsselbegriff für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes." Dies betonte Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider, als er heute in in München den Startschuss für den Schulversuch "KommMIT" (Kommunikation, Migration, Integration, Teilhabe) gegeben hat. 30 Schulen aus ganz Bayern nehmen an dem Schulversuch teil, der auf drei Jahre ausgerichtet ist. Der Minister gab auch die Zielrichtung vor: "Die Integration der jungen Menschen und ihrer Familien in unsere Gesellschaft muss uns gelingen."

07.10.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der Schulversuch gehört zu einem Maßnahmenpaket, mit dem Kultusminister Siegfried Schneider die Chancen für Kinder mit Migrationshintergrund in der Schule, am Ausbildungsstellenmarkt und im Beruf weiter verbessern will. Dabei gilt für Minister Schneider der Grundsatz: "Die deutsche Sprache ist der Schlüssel zur Integration". Deshalb hat er z.B. für das laufende Schuljahr die Anzahl der Stunden der Deutschförderung in den Vorkursen, also für Kinder aus Migrantenfamilien im Vorschulalter, von 160 auf 240 Stunden erhöht. Insgesamt stellt der Freistaat rund 750 Lehrerstellen zur Verfügung, um die Sprache bei Kindern mit Migrationshintergrund zu fördern. Aber dem Minister geht es nicht nur um die Sprache: "Sprache allein reicht nicht aus, es geht auch um die kulturelle Entwicklung", so Minister Schneider bei der Eröffnungsveranstaltung des Schulversuchs. Dazu sei es nötig, dass die Kinder Neugier für die deutsche Sprache, aber auch die Kultur in unserem Land mitbringen, sowie die Bereitschaft, sich zu integrieren.

Der Schulversuch zielt auf eine bessere individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund ab, z.B. in der Sprache, aber auch in der kulturellen Bildung und der Zusammenarbeit mit den Eltern der Kinder. Dabei greift der Schulversuch auf Erfahrungen an bayerischen Schulen zurück, beschreitet aber auch neue Wege in der sprachlichen und kulturellen Integration. 30 Modellschulen entwickeln und erproben im Rahmen des Schulversuchs Konzepte für sprachliche Integration, interkulturelles Lernen und eine bessere Zusammenarbeit von Schule und Eltern bzw. Familien mit Migrationshintergrund. Positiv evaluierte Beispiele sollen in einem Best-Practice-Handbuch als Anregung für alle bayerischen Schulen veröffentlicht werden.

An dem Schulversuch KommMIT nehmen folgende Schulen teil:

Grundschule Amphionpark München
Ludwig-Steub-Volksschule Aichach
Agnes-Bernauer-Realschule
Pirckheimer-Gymnasium Nürnberg
Hardenberg-Gymnasium Fürth
Gymnasium München-Moosach
Sonderpädagogisches Förderzentrum München
Mozart-Volksschule Elsenfeld
Grundschule Schongau
Pauline-Thoma-Schule Staatliche Realschule Coburg
Gymnasium Alzenau
Gymnasium Fürstenried West
Volksschule Ichenhausen
Eduard-Spranger-Grundschule München
Sophienschule Hof
Grundschule an der Führichstraße München
Grundschule am Theodor-Heuss-Platz München
Grund- und Hauptschule Pestalozzi Fürth
Hauptschule Dingolfing
Hauptschule Ochsenfurt
Geschwister-Scholl-Realschule Nürnberg
Hauptschule Winthirplatz München
Hauptschule Zeil am Sand
Hauptschule Insel Schütt Nürnberg
Clermond Ferrand Hauptschule Regensburg
Pauline-Thoma-Schule Kolbermoor
FOS/BOS Fürth
Berufsschule 3 Nürnberg
FOS/BOS Kelheim.


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