Kultusminister stellt erste Ergebnisse des landesweiten Mathe-Vergleichstests vor

"Mit der Durchschnittsnote 2,98, also einer guten 3, haben unsere Drittklässler gezeigt, dass die niedersächsischen Grundschulen im Fach Mathematik gut aufgestellt sind. Das landesweite Ergebnis unseres zentralen Vergleichstests im Fach Mathematik entspricht einer Verteilung der Punkte und Noten, wie man sie auch von einer ganz normalen Klassenarbeit erwartet", erklärte der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (14.07.2004) vor Journalisten in Hannover. Busemann stellte die ersten Ergebnisse der Mathematikarbeit vor, der in allen 3. Schuljahrgängen des Landes am 25.Mai 2004 geschrieben worden war.

14.07.2004 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Fast ein Drittel (31,4 Prozent) der 75545 Schülerinnen und Schüler, deren Testergebnisse jetzt vorliegen, haben die Noten Sehr gut oder Gut erreicht. Weitere 32,8 Prozent schnitten mit einem Befriedigend ab", erläuterte Busemann. "22,9 Prozent schafften ein Ausreichend. Mit entsprechender Förderung ist da durchaus mehr drin. Unser besonderes Augenmerk hat aber vor allem den 11, 7 Prozent und den 1,1 Prozent der Schülerinnen und Schüler zu gelten, deren Leistung mit Mangelhaft oder Ungenügend bewertet werden mussten", stellte Busemann fest. Hier gelte es, Ursachenforschung zu betreiben und geeignete Fördermaßnahmen einzusetzen.

Wie bereits in der PISA-Studie hätten die Jungen gegenüber den Mädchen im Fach Mathematik bessere Leistungen gezeigt. 8,3 Prozent von ihnen schafften ein Sehr gut gegenüber 5,3 Prozent bei den Mädchen. Auch die Auswertung nach der Erstsprache der Kinder entsprach den Erwartungen. Bei den Kindern mit Deutsch als Erstsprache erreichten 7,3 Prozent ein Sehr gut und 26,2 Prozent ein Gut. Bei den Kindern aus Herkunftsfamilien anderer Sprachen waren es 2,8 und 12,9 Prozent. "Das ist ein klares Argument für unser Konzept der Sprachförderung vor der Einschulung", hob Busemann hervor.

"Trotz besserer Ausstattung mit Lehrerstunden haben die Vollen Halbtagsschulen schlechter abgeschnitten als die übrigen Grundschulen", machte Busemann deutlich. 6, 3 Prozent ihrer Schülerinnen und Schüler schafften die Note Sehr gut und 24, 2 Prozent die Note Gut. In den übrigen Grundschulen waren es dagegen 6, 9 Prozent und 24,7 Prozent. Auch die Auswertung nach der Klassengröße habe ein eher überraschendes Ergebnis gezeigt. "In größeren Klassen wurden bessere Noten erzielt als in kleinen und kleinsten Lerngruppen", erklärte Busemann.

Weitere Auswertungen nach den einzelnen Aufgabenbereichen und Anspruchsniveaus des Tests würden noch vorgenommen und später vorgestellt.

Die vorliegenden Testergebnisse sind hier abrufbar (.pdf-Format).


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