KMK-Beschlüsse

„Die KMK geht erneut mutig und geschlossen voran.“

Mit einem besonderen Blick auf Niedersachsen kommentiert Kultusministerin Julia Willie Hamburg die Ergebnisse der am Freitag zu Ende gegangenen Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin.

18.03.2024 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium
  • Schulbücher vor einer Tafel in einem Klassenzimmer. © www.pixabay.de

„Mit ihren jetzigen Beschlüssen zur Lehrkräfteausbildung und Lehrkräftegewinnung, zur Arbeit in den Grundschulen und zur Qualitätsentwicklung der berufsbildenden Schulen haben sich die Mitglieder der KMK und damit die Länder auf ein ganzes Bündel zielführender Maßnahmen und Wege verständigt, Bildung in Deutschland gemeinsam und effektiv besser zu machen. Zugleich bestätigen die Diskussionen der vergangenen Tage in Berlin und abschließenden Beschlüsse auf Basis der anerkannten Empfehlungen der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission sowie des Wissenschaftsrates, dass sich Niedersachsen in vielen Bereichen bereits auf dem richtigen Weg befindet. Konkret heißt das:

  • Quereinstiege von sogenannten „Ein-Fach-Lehrkräften“ mit einem Masterabschluss sind neben vielen anderen Zugängen in den Lehrkräfteberuf schon jetzt in Niedersachsen möglich. Niedersachsen bietet zudem auch eine Qualifizierungsmaßnahme für ein zweites Fach an.
  • Für die schnellere Anerkennung von im Ausland erworbenen Studienabschlüssen ist eine personell gestärkte Zentralstelle des Landes im RLSB Lüneburg eingerichtet worden.
  • In einer gemeinsamen Projektgruppe mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur bearbeiten wir ressortübergreifend lehramtsbezogene Neustrukturierungen, die darauf ausgerichtet sind, das Lehramtsstudium auch mit Blick auf den Lehrkräftebedarf zielorientiert weiterzuentwickeln, zugleich wird den schulpraktischen Anforderungen des Berufsfeldes durch Erhöhung der Praxisanteile im Lehramtstudium mehr Raum gegeben.
  • Bei allen zusätzlichen Maßnahmen gilt selbstverständlich – wie auch auf KMK-Ebene –  dass diese eine Ergänzung zu den bereits bewährten Strukturen der grundständigen Lehramtsausbildung darstellen.
  • Die ebenfalls beschlossenen neuen verbindlichen Leitlinien für die Grundschulen zielen unter anderem auf die besondere Förderung der basalen Lese- und Schreibkompetenzen ab. Auch hier hat Niedersachsen unter anderem mit der bevorstehenden Erweiterung der Stundentafel im Primarbereich bereits entscheidende Weichen gestellt.

Mit einem darüber hinaus vereinbarten Qualitätsrahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Wirksamkeit und der Nachhaltigkeit des Lernens in den beruflichen Schulen aller Länder werden ebenfalls innovative Wege geebnet.

  • In Niedersachsen gibt es bereits seit 2011 ein verbindlich und erfolgreich implementiertes Qualitätsmanagementsystem-BBS mit landesweit abgestimmtem Strategischen Handlungsrahmen, Kernaufgabenmodell-BBS, Steuerung über Zielvereinbarungen, Leitlinien, Instrumenten und externer Evaluation. Kontinuierliche Qualitätsentwicklung ist aus meiner Sicht unumgänglich, um eine zukunftsfähige und nachhaltige berufliche Bildung dauerhaft zu gewährleisten und zwar in allen unseren regionalen und innovativen Kompetenzzentren beruflicher Bildung.

Mit dem jetzt beschlossenen Qualitätsrahmen sorgen die Länder zugleich gemeinsam dafür, die weltweit hoch anerkannte duale Berufsausbildung unter Berücksichtigung sich verändernder Berufe, Anforderungen und Ausbildungserfordernisse weiter zu entwickeln.“

Zusammenfassend kommentiert die Kultusministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin:

„Mit den jüngsten Beschlüssen geht die KMK erneut mutig und geschlossen voran, um die aktuellen bildungspolitischen Themen gemeinsam zu bearbeiten.“


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