Kultusministerium: Behauptung des Philologenverbands nicht nachvollziehbar
Die Behauptung des Philologenverbands, wonach 10 Prozent der Fünftklässler an den Gymnasien versetzungsgefährdet seien, ist aus Sicht des Kultusministeriums nicht nachvollziehbar und spekulativ. "Es ist einfach unpädagogisch, bereits zum jetzigen frühen Zeitpunkt zehn Prozent der Kinder als versetzungsgefährdet abzustempeln", erklärte Kultusminister Andreas Stoch MdL. Dem Kultusministerium liegen bislang dazu kaum negative Rückmeldungen aus den Gymnasien vor. Dennoch sei ihm bewusst, dass auch in den Gymnasien die Leistungsbreite zugenommen habe.
23.04.2013 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergAus diesem Grund habe das Kultusministerium ab dem laufenden Schuljahr an allen Gymnasien im Land die Zahl der Poolstunden von zehn auf elf erhöht. Die elfte Poolstunde werde verpflichtend in den Klassen 5 und 6 zur individuellen Förderung der Kinder eingesetzt insbesondere in den Fächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprache. Darüber hinaus gebe es weitere Poolstunden für die individuelle Förderung. Vor diesem Hintergrund sei die Behauptung, Rot-Grün habe die individuelle Förderung an den Gymnasien abgeschafft, falsch.
Auch die Hausaufgabenbetreuung bei den Gymnasien werde nicht komplett eingespart. Bisher waren für die Hausaufgabenbetreuung an den Gymnasien Anrechnungsstunden für die Organisation und die Koordination der Betreuung sowie für die Qualifizierung der Betreuer/innen in den Landeshaushalt eingestellt. Diese sollen künftig wegfallen. Die finanziellen Mittel für die Aufwandsentschädigungen der Betreuer stehen weiterhin in ausreichendem Umfang zur Verfügung.
Weiterführende Links
- Philologenverband: Viele Fünftklässler am Gymnasium versetzungsgefährdet
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