Bayern

Kultusministerium greift zur Verbesserung der Situation an den Gymnasien Ideen und Forderungen des Bayerischen Philologenverbandes auf

Mit Befriedigung reagiert der Bayerische Philologenverband (bpv) auf die heutige Erklärung von Kultusminister Dr. Spaenle zur Weiterentwicklung des Gymnasiums. "Wir sehen viele unserer zentralen Forderungen aufgegriffen", erklärte der Vorsitzende Max Schmidt. "Wir freuen uns, dass unsere Ideen und Forderungen ernst genommen und aufgenommen werden."

09.03.2012 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

Stärkung individueller Bildungswege

Die Ankündigung des Ministers, die Möglichkeiten individueller Entwicklung der Schüler am Gymnasium erweitern zu wollen und ihnen bei Bedarf mehr Zeit zu geben, nimmt den Vorschlag des bpv auf, Zusatzangebote zu schaffen, die je nach individueller Bedarfslage gestaltbar sind und die für manche Schüler bedeuten können – so die Forderung des Verbands –, ein zusätzliches Jahr als Brückenjahr in Anspruch zu nehmen, um auf den aktuellen Stand zu kommen, ohne dass dieses als Wiederholung zählt. Ein solches Brückenjahr wird manchen Schülern helfen, besser den Anforderungen des achtjährigen Gymnasiums gerecht werden zu können, und anderen die Chance eröffnen, ihre Stärken noch besser zu entwickeln, indem die Annahme von Zusatzangeboten oder förderlichen Auslandsaufenthalten erleichtert wird.

Gute Bildung braucht Personal und Mittel

Schmidt freute sich auch über die Erweiterung der mobilen Reserve und die angekündigten Modellversuche einer integrierten Lehrerreserve: "Gute Bildung braucht Personal und Mittel. Das hat das Kultusministerium erkannt." Die Forderung nach einer integrierten Lehrerreserve stellt der bpv schon seit Jahren, um so die Unterrichtsversorgung zu verbessern und Zusatzangebote für Schülerinnen und Schüler schaffen zu können.

Weiterentwicklung des Lehrplans

"Bei der Weiterentwicklung des Lehrplans kommt es insbesondere auf den Erhalt der Unterrichtsqualität an", so Schmidt. "Mit dem Bildungsbeirat verfügt der bpv über ein Fachgremium, dessen Expertise wir gerne zur Verfügung stellen und einfließen lassen wollen. Unsere Fachleute stehen bereit und wir setzen den Dialog gerne fort", bot der Vorsitzende an.

Stärkung der Kernfächer

Als eine Erkenntnis aus den Erfahrungen mit dem ersten G8-Abitur hat der bpv die Stärkung der verpflichtenden Abiturprüfungsfächer in der Mittelstufe gefordert. "Dass die Intensivierungsstunden in diesen Jahrgängen künftig stärker als bisher von den Schulen für Kernfächer genutzt werden sollen, sehen wir als Ergebnis unserer Bemühungen", erklärte Schmidt.


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