Hessen

Mehr Aufgaben und Verwaltungsarbeit für die Schulen

"Während Kultusministerin Henzler nach wie vor behauptet, an Bildung würde in Hessen nicht gespart, offenbart die Realität ein ganz anderes Bild: Da sollen auf 45 Millionen Kürzungen in diesem Jahr 68 Millionen Kürzungen im nächsten folgen. Diese 113 Millionen sollen vor allem beim Personal in der Verwaltung und den Schulämtern eingespart werden, deren Arbeit dann unter dem Deckmantel vermeintlicher ´Freiheit` auf die einzelnen Schulen abgewälzt wird", erklärte Jochen Nagel, Vorsitzender der GEW Hessen.

23.08.2011 Pressemeldung GEW Hessen

"Konkret bedeutet dies: Bisher sinnvoll gebündelte Verwaltungsaufgaben werden auf über 2.000 Schulen verlagert! Das ist nicht nur höchst ineffizient, sondern wird zudem insbesondere auf Kosten der Ressourcen gehen, die wir in den Schulen für die pädagogische Arbeit dringend benötigen. Stattdessen soll an Schulen nun mit immer größerem Aufwand verwaltet, gebuchhaltet, gebenchmarkt, getestet usw. werden", so Nagel weiter.

"Schulen brauchen pädagogische Freiräume und Zeit, Zeit und nochmals Zeit für die pädagogische Arbeit. Sie brauchen einen Abbau der ständig zunehmenden Belastungen durch Verwaltungstätigkeiten. Diese müssen weiterhin und mehr denn bisher in regionalen Schulämtern bewältigt werden. Und Lehrkräfte brauchen dringend einen Abbau der dauerhaften Überbelastung durch die bundesweit höchste Pflichtstundenregelung. Insgesamt kann dies nur gelingen, wenn Hessen aufhört, weit weniger Anteil am gesellschaftlich erwirtschafteten Reichtum als andere Bundesländer für Bildung auszugeben", so Nagel abschließend.

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