PISA-Studie

Pisa: Erfolgreiche Länder haben integrative Schulsysteme

Der SPD-Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann begrüßt das bessere Abschneiden der deutschen Schülerinnen und Schüler bei der internationalen Pisa-Studie der OECD. Sie liegen mit ihren Leistungen jetzt oberhalb des Durchschnitts der 34 wichtigsten Industrienationen. "Wir freuen uns, das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Entwarnung können wir aber noch nicht geben", erklärt der Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bayerischen Landtag.

07.12.2010 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Pfaffmann verweist darauf, dass die erfolgreicheren Industrienationen integratives Lernen mit einer längeren gemeinsamen Schulzeit ermöglichen, wie beispielsweise Finnland oder Kanada. Die SPD fordert daher seit langem eine Schulform, in der die Schülerinnen und Schüler nicht im Alter von zehn Jahren auf die Schulformen verteilt werden.

Der Schulerfolg der bayerischen Schüler sei vielfach nicht dem System anzurechnen, sondern den gemeinsamen Anstrengungen von Schülern, Lehrern und Eltern. Pfaffmann: "Zahlreiche Lehrer bringen viel zusätzliches Engagement ein, Eltern pauken mit ihren Kindern oder finanzieren Nachhilfe. Nur dieser Dreiklang ermöglicht die nun besseren Ergebnisse bei der Pisa-Studie. Die andere Seite der Medaille: Dort, wo Eltern nicht helfen können, bleiben die Ergebnisse erschreckend schlecht."

Pfaffmann hält die heute von Kultusminister Spaenle vorgeschlagene Reform der Lehrerbildung für längst überfällig. Im Landtag seien entsprechende Initiativen in der Vergangenheit von der CSU immer wieder abgelehnt worden. Doch die Lehrerbildung müsse im Hinblick auf Erziehungswissenschaft und Didaktik dringend aktualisiert werden.

bayernspd-landtag.de


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