PISA-Ergebnisse: Abwärtstrend von Rot-Grün gestoppt

Bei der Vorstellung der nordrhein-westfälischen Ergebnisse des PISA-Ländervergleichs erklärte Schulministerin Barbara Sommer:

18.11.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Ich freue mich über die ansteigende Entwicklung der Leistungen unserer Schüler. Wir haben den Abwärtstrend von Rot-Grün gestoppt und eine Wende zum Besseren geschafft. Natürlich können wir mit den Ergebnissen noch nicht zufrieden sein. Sie sind ein Ansporn für uns, noch besser zu werden."

Die Ergebnisse des PISA-Ländervergleichs zeigen in allen drei getesteten Kompetenzfeldern deutliche Leistungssteigerungen der Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen. Erfreulich sind vor allem die Ergebnisse im Bereich Lesen. Hier kommen die getesteten Schüler auf 490 Punkte, was einem Zuwachs von 10 Punkten seit 2003 entspricht. Damit verbessern wir uns im Bundesländervergleich von Platz 12 auf Platz 8. In Mathematik werden in Nordrhein-Westfalen 493 Punkte erreicht, die Leistungen verbesserten sich um 7 Punkte. Im Ranking bleib Nordrhein-Westfalen nahezu unverändert (von Rang 14 auf Rang 13). In den Naturwissenschaften gab es ebenfalls klar erkennbare Leistungsverbesserungen. Hier konnten die Schüler 14 Punkte mehr erreichen als noch drei Jahre zuvor.

Dies hat jedoch auch hier kaum Auswirkungen auf das Länder-Ranking (von Rang 13 auf Rang 14). Nachdem Nordrhein-Westfalen im Jahr 2003 noch überall deutlich unter dem OECD-Durchschnitt lag, erreicht es nun diesen Wert in allen Bereichen. Positiv entwickelt hat sich nach den Ergebnissen der PISA-Forscher auch der Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Barbara Sommer: "In diesem Bereich waren wir im Jahr 2003 unter Rot-Grün noch Schlusslicht aller Bundesländer. Gemeinsam mit Niedersachsen sind wir nun das einzige Bundesland, das hier zu deutlich sichtbaren Verbesserungen kommt." Besonders hohe Anstiege der Leistungen konnten in Nordrhein-Westfalen bei Schülern aus Arbeiterfamilien erreicht werden. Die Leistungsunterschiede zwischen oberen und unteren sozialen Schichten verringern sich. "Diese beiden Punkte zeigen: Die soziale Schere geht in Nordrhein-Westfalen wieder zusammen", freute sich die Schulministerin.

Positiv ist auch die Entwicklung der Leistungen der Migranten. Nordrhein-Westfalen gehört nun zu den Ländern mit den geringsten Leistungsrückständen der Migranten.

Der Leistungsrückstand der ersten Generation ist in den Naturwissenschaften im Ländervergleich am schwächsten ausgeprägt, bei der zweiten Generation ist er nur in Niedersachsen günstiger. Bei der Lesekompetenz erreichen die Schüler mit Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen das beste Ergebnis aller Länder. Bei der Zahl der Schüler in der sogenannten "Risikogruppe" sind in Nordrhein- Westfalen deutliche Rückgänge zu verzeichnen. Als Risikogruppe werden diejenigen Schüler bezeichnet, die die Anforderungen nicht erreichen, die international als notwendig angesehen werden, um den weiteren Bildungs- oder Berufsweg erfolgreich fortzusetzen. Der Anteil der Risikogruppe sank in Mathematik von 27 auf 23 Prozent, im Lesen von 26 auf 22 Prozent und in den Naturwissenschaften sogar von 28 auf 19 Prozent.

Für Schulministerin Barbara Sommer sind die PISA-Ergebnisse ein "erstes Zwischenzeugnis" für die von der schwarz-gelben Landesregierung umgesetzten Maßnahmen. Barbara Sommer: "Die PISA-Ergebnisse bestätigen uns, dass der von uns seit dem Jahr 2005 eingeschlagene Weg richtig ist. Wir werden diesen Weg der erfolgreichen Bildungsreformen konsequent fortsetzen. Ich bin mir sicher, dass wir mit diesen seit 2006 umgesetzten Maßnahmen wichtige grundlegende Weichenstellungen vorgenommen haben, damit unsere Schülerinnen und Schüler bei zukünftigen Leistungsvergleichen noch deutlich besser abschneiden werden. Mein Ziel ist es, dass wir beim nächsten Ländervergleich in das obere Drittel der Bundesländer aufrücken."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden