Abschlussprüfungen

Probleme mit zweitem Abiturtermin

„Von einer Vergleichbarkeit des Abiturs kann keine Rede mehr sein“, erklärt der Bremer GEW-Landesvorstandssprecher Jan Stöh mit Blick auf die Corona-Pandemie.

09.04.2020 Bremen Pressemeldung GEW Bremen
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Denn einerseits falle der „prüfungsvorbereitende Unterricht“ aus, in dem viele Prüflinge noch einmal einen Reifesprung machen. Andererseits ständen die Schüler*innen nicht nur unter dem ohnehin schon enormen Prüfungsstress, sondern sie seien aufgrund des Ausnahmezustandes besonderem psychischem Druck ausgesetzt, der die Konzentration auf Stoff und Prüfungen erschwere. Die unterschiedlichen familiären Voraussetzungen, die ohnehin Einfluss auf die Vorbereitung haben, würden nun noch gewichtiger.

Die Bildungsgewerkschaft kritisiert die Festlegung der Bildungssenatorin auf einen zweiten Prüfungstermin, den die Schüler*innen wählen können. Damit wird nun pro Kurs und Prüfungsfach eine weitere Prüfung fällig, die aufwändig vorbereitet werden muss. 

„Die vorab erstellten Abiturvorschläge müssen eine Herausforderung darstellen und dennoch machbar sein – eine Gratwanderung, die intensives Quellenstudium erfordert, da diese Quellen diversen Kriterien genügen müssen“, berichtet Ströh, der als Oberstufenlehrer bereits einige Grund- und Leistungskurse zum Abitur geführt hat. Die neuen Prüfungstermine erforderten nun weitere Abiturvorschläge, die in ihrer Qualität den bereits erstellten Vorschlägen für Prüfung und Nachschreibtermin nicht nachstehen dürfen. „Das ist sehr aufwändig und unter dem gegebenen Zeitdruck problematisch, da die Schüler*innen mögliche Fehler ausbaden müssen.“ Da die Abiturprüfungen das Ansteckungsrisiko für Lehrkräften und Schüler*innen erhöhen, muss mindestens sichergestellt sein, dass die Verhaltensregeln des Gesundheitsamtes eingehalten werden können. Dafür braucht es u.a. brauchbare Waschbecken, Seife und Desinfektionsmittel in allen Prüfungsräumen. Auch muss vorher geputzt sein. Die GEW macht sich für eine bundesweite Lösung zum Abitur 2020 stark und lehnt einen Alleingang Bremens und Bremerhavens ab.

Ansprechpartner

GEW Bremen

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