Qualitätsmaßnahmen an brandenburgischen Schulen weiter ausgebaut

Mit einer Vergleichsarbeit in Deutsch geht heute die diesjährigen VERA-Untersuchung an brandenburgischen Grundschulen zu Ende. Rund 15.000 Viertklässler an landesweit erstmals allen 460 öffentlichen Grundschulen beteiligen sich an dem länderübergreifenden Projekt VERA (VERgleichsArbeiten). Mit der Auswertung von VERA werden Aussagen über den Leistungsstand der Schü-lerinnen und Schüler in ausgewählten Kompetenzbereichen möglich, die eine differenzierte Förderung jedes einzelnen Kindes ermöglichen.

29.09.2005 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

"VERA ist ein wichtiger Baustein in dem System der Qualitätsentwicklung und Leistungsüberprüfung an brandenburgischen Schulen, das wir derzeit aufbauen", sagt Bildungsminister Holger Rupprecht. "Im vergangenen Schuljahr hat VERA uns gezeigt, dass unsere Grundschüler in ihren Leistungen sich mit den Grund-schülern der anderen an VERA beteiligten Bundesländer messen können. Die Ergebnisse der Vergleicharbeiten sind für jede Schule eine Form der inneren Schulentwicklung. Durch sie wird mehr Transparenz innerhalb des Lehrerkollegiums und gegenüber den Eltern geschaffen. Lernstandsmessungen, zentrale Prüfungen und Vergleichsarbeiten werden dazu an brandenburgischen Schulen eingeführt. Im besonderen Blickfeld steht dabei die Grundschule, die wir weiter stärken wollen. Die 6-jährige Grundschule als gemeinsame Schule für alle Kinder prägt wesentlich die Einstellung der Kinder zum Lernen und zur Bildung und legt die Grundlagen ihrer Lern- und Leistungsbereitschaft."

Die Einführung von Vergleichsarbeiten als diagnostische Tests am Ende der Jahr-gangsstufe 2 seit dem Jahre 2003 und Vergleichsarbeiten zu Beginn der Jahrgangsstufe 4 seit diesem Jahr flächendeckend sind eine Maßnahme zur Förderung der Leistungsfähigkeit der Grundschule. Getestet wurden die Schülerinnen und Schüler am 27. September im Fach Mathematik mit den Schwerpunkten Arithmetik, Geometrie und Sachrechnen, und am 29. September in Deutsch mit dem Schwerpunkt Leseverständnis. Die Aufgaben sind von Lehrerinnen und Lehrern in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern entwickelt und erprobt worden. Sie orientieren sich an den Lehrplänen für die Grundschule und den bundesweit ver-bindlichen Bildungsstandards. Im Unterschied zu herkömmlichen Klassenarbeiten wird auch Stoff behandelt, der nicht unmittelbar zuvor erarbeitet worden ist. Durch die Aufgaben wird festgestellt, welches Wissen und welche Fähigkeiten die Schülerinnen und Schüler langfristig im Unterricht, aber auch in ihrer Freizeit und im Elternhaus erworben haben und inwieweit sie diese anwenden können.

Die VERA-Ergebnisse der Schülerinnen und Schüler stehen den Schulen innerhalb von zwei Wochen nach der Korrektur der Arbeiten zur Verfügung. Informiert werden jeweils nur die Eltern des Kindes sowie die Lehrerinnen und Lehrer der Klasse. Bekannt gegeben wird den Eltern auch das Durchschnittsergebnis der Klasse und der Schule. Anfang Januar 2006 wird außerdem das Ergebnis einer Landesstichprobe vorliegen - dieses soll im Internet unter www.uni-landau.de/vera veröffentlicht werden. Ausführliche Informationen über die Ziele des Tests und gestellte Aufgaben können über das http://www.schulportal.brandenburg.de/members eingesehen werden.

VERA ist ein länderübergreifendes Projekt, an dem sich neben Brandenburg auch die Länder Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern beteiligen. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei der Universität Landau.


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