Realschulen haben eine Schlüsselrolle bei Durchlässigkeit im differenzierten Schulsystem
Zu Ferienbeginn wird am kommenden Montag und Dienstag, 2. und 3. August 2010 an den bayerischen Realschulen nochmals ein Schülerzuwachs erwartet, und zwar durch den Übertritt von bis zu 7000 Schülern hauptsächlich aus den Gymnasien. Mit dem Wechsel an die Realschule, meist in die Jahrgangsstufen 6 bis 9, erhalten diejenigen Schüler und Schülerinnen, für die sich der Weg über das Gymnasium als nicht geeignet herausgestellt hat, eine neue Perspektive und Motivation zum Erreichen des mittleren Schulabschlusses.
02.08.2010 Pressemeldung Verband Reale BildungDamit kommt den Realschulen eine Schlüsselfunktion bei der Durchlässigkeit im gegliederten Schulwesen zu. "Leider wird dies in der Öffentlichkeit und bei den bildungspolitischen Diskussionen zu wenig beachtet und gewürdigt", betonte der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands (brlv) Anton Huber. "Es gibt keine Einbahnstraßen im Schulsystem und keine absolute Festlegung der Schullaufbahn nach der Grundschule". Das vielfältige Schulsystem biete vielmehr "wiederkehrende Chancen" durch pädagogisch sinnvolle Umstiege, die von Eltern und Schülern auch in großem Umfang genutzt werden.
Huber wies allerdings darauf hin, dass für die Realschulen genügend Lehrer bereit gestellt werden müssen, um die entsprechende Förderung und Integration leisten zu können, und vor allem, um die immer noch großen Klassen durch diese nachträglichen Übertritte nicht zu überfüllen
Keine Kommentare vorhanden