Sachsen auf Platz 2 beim Leistungsvergleich der Grundschüler
Sachsens Grundschüler können in Deutschland mit am besten lesen und rechnen. Das zeigt der Bundesländer-Grundschulleistungsvergleich, der heute von der Kultusministerkonferenz in Berlin vorgestellt wurde. Danach liegen Sachsens Viertklässler beim Rechnen und Lesen hinter Bayern auf dem 2. Rang. Kinder aus sozial schwachen Familien werden in Sachsen am besten gefördert. Lediglich im Zuhören werden Ergebnisse erreicht, die dem Mittelwert in Deutschland entsprechen.
05.10.2012 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus"Das sehr gute Abschneiden Sachsens beim Ländervergleich ist vor allem der hervorragenden Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer an unseren Grundschulen zu verdanken. Der innerdeutsche Leistungsvergleich zeigt deutlich, dass in erster Linie die Grundschullehrerinnen und -lehrer die Grundlage für den schulischen Erfolg der Schüler auf ihrem weiteren Bildungsweg schaffen. Ohne ihre gute Arbeit wären die Erfolge bei den PISA-Studien nicht möglich gewesen", sagte Sachsens Kultusministerin Brunhild Kurth. In Sachsen gelinge es, die Gruppe der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler gering zu halten. Der Anteil der Kinder, die im Kompetenzbereich Lesen und Mathematik den Mindeststandard verfehlten, seien in keinem Land so niedrig wie in Sachsen, so die Ministerin.
Als Gründe für das gute Abschneiden nannte die Kultusministerin unter anderem eine enge Verzahnung von dem Schulvorbereitungsjahr in der Kita und der Schuleingangsphase in der Grundschule sowie eine intensive Sprachförderung in der Grundschule. "Die Leseförderung ist über Jahre an den Grundschulen gewachsen und nimmt einen zentralen Bestandteil im Unterricht ein", so Brunhild Kurth. Dennoch gebe es Herausforderungen, denen man künftig noch stärker Rechnung tragen müsse. "Sowohl beim ´Zuhören` als auch bei einer noch differenzierteren und damit zielgenaueren Förderung von Jungen und Mädchen sehen wir Handlungsbedarf. Ansatzpunkte für eine Erhöhung der Kompetenzen können eine stärkere Aufmerksamkeit und Bewusstheit für das Zuhören sein sowie der fachübergreifende Einsatz von Höraufgaben. Eine Aufgabe wird auch sein, stärker als bisher eine spezifische Leseförderung für Jungen anzubieten, wie dies beispielsweise im Projekt ´geschlechtersensible Leseförderung` an sechs Grundschulen bereits erprobt worden ist", so die Kultusministerin.
An dem Bundesländer-Grundschulleistungsvergleich nahmen aus Sachsen 74 Grundschulen und fünf Förderschulen teil.
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