Schülerprognosen/1.Jahrgangsstufe
Vorbemerkung Die Schulen erhalten zur Schulanmeldung im November die Meldelisten der Schüler ihres Einzugsbereiches.
18.11.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungEine Meldung des Einwohnermeldeamtes für ganz Berlin hilft lediglich geringfügig bei der Einrichtung der 1. Klassen. Allerdings ...
... basiert diese Meldung jeweils auf dem Datenstand 30. September (des Vorjahres) damit die Elternanmeldungen im November überprüft werden können
... werden Besonderheiten der Kinder nicht deutlich (wie viele NdH, Sonderpäd. usw.)
... können keine Aussage über spätere Zu- und Wegzüge gemacht werden
... können Aussagen über Kann-Kinder nur unter Heranziehung anderer Daten getroffen werden
... können Aussagen zum Besuch von privaten Schulen daraus nicht abgeleitet werden
Daher nutzt die Bildungsverwaltung das Mittel einer ...
Einzelschulabfrage im April
Basis:
Bedarfslage der Schule auf Basis der bekannten Anmeldungen von Schülern und der zu diesem Zeitpunkt bekannten Personalsituation bezogen auf den kommenden Schuljahresbeginn.
Verrechnung typischer Fehlerfaktoren (z.B. Abgangsverhalten, Doppelmeldungen, ...) Problem:
Die schulbasierte Abfrage stellt die Planung der Schule in den Vordergrund und vernachlässigt planerische Ausgleiche über die Gesamt-Stadt. Bei insgesamt 973 öffentlichen Einrichtungen im Schuljahr 2005/2006 liegt die durchschnittliche Überschätzung bei ca. 8 Schülern pro Einrichtung über alle Klassenstufen. Gemessen an der Menge der strukturellen Veränderungen in der Berliner Schule und der (auch von der Presse und einzelnen Parlamentariern angeheizten) Bedarfsdiskussion ist die prognostische Einschätzung auf Basis der einzelnen Schulen akzeptabel.
Eine Korrektur der bereits im Sommer bekannten Überschätzung ist durch SenBJS aus politischen Gründen nicht erfolgt, da das neue Schuljahr keiner besonderen Belastungssituation ausgesetzt werden sollte. Zudem bleiben Doppelmeldungen in ihrer tatsächlichen Höhe unbekannt.
In diesem Jahr durch die Umstellung werden die Probleme noch verstärkt durch
- die deutlich höhere Zahl der Erstklässler,
- den Umstand, dass es keine Rückstellungen mehr gibt,
- en Umstand, dass es keine Erfahrungswerte für das "Einschulungsverhalten" von Kann-Kinder gibt
- Umstellungen durch das Ganztagsschulkonzept
Deshalb erfolgte im Sommer eine:
Reaktion auf Hilferufe aus den Schulen und Regionen
Basis:
Bedarfsberechnungen der Schulen zu dem Bedarf in allen Klassenstufen. Schulen meldeten der Schulaufsicht höheren Bedarf nach erneuter Sichtung der Anmeldungen. Außenstellen wiesen auf deutlichen Mehrbedarf hin, obwohl dieser weit über der zentral im Hause SenBJS erarbeiteten Prognose lag.
Vorgehen: Im Zweifel für die Schule! Auf Basis dieser Meldungen wurden 170 zusätzliche Lehrkräfte eingestellt.
3. Abgleich
IST allgemein bildende öffentliche Schulen: 321.187
ABFRAGE April allgemein bildende öffentliche Schulen: 330.521
Prognosefehler Schuljahr 2005/2006: 2,98%
4. Beurteilung und Abhilfe
Um in Zukunft noch genauere Aussagen zu den Schülern der 1. Klassenstufe treffen zu können ist ein neues Verfahren in Zusammenarbeit mit den Bezirken aufgesetzt worden. Danach wird das Anmeldeverhalten aller im Oktober 2005 melderechtlich registrierten Schulpflichtigen des Schuljahres 2006/07 namentlich verfolgt und statistisch ausgewertet.
Die Einstellung zusätzlicher Kräfte während der Sommerferien wirkt wie eine vorgezogene Nachsteuerung, die nach den Sommerferien ohnehin nötig geworden wäre. Grund: In jedem Monat scheiden Lehrer aus dem Dienst aus, fürs Gesamtjahr sind rund 870 prognostiziert. Die diesjährige Mehreinstellung von 170 ist größtenteils an die Grundschulen gegangen und wird durch diese Abgänge abgebaut.
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