Philologen Bayern

Unterrichtsausfall durch integrierte Lehrerreserve senken!

In der Diskussion um die Senkung des Unterrichtsausfalls an Bayerns Gymnasien hat der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands (bpv) Max Schmidt die Forderung seines Verbandes nach einer integrierten Lehrerreserve bekräftigt:

28.10.2011 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

"Wir sehen uns in der Verantwortung, dass so viel Unterricht wie möglich stattfindet. Dazu können Absprachen zwischen Schulleitung, Kollegium und Elternbeirat sicher hilfreich sein. Aber wir brauchen natürlich zunächst einmal auch die notwendigen Mittel. Eine integrierte Lehrerreserve vor Ort, die rein rechnerisch eine Unterrichtsabdeckung von 110 Prozent erlaubt, ist dafür der richtige Weg. Sie würde nicht nur helfen, Unterrichtsausfall zu vermeiden. Ein solcher Personalpuffer eröffnet auch Spielräume zur Verbesserung der die Unterrichtsqualität im Bereich der individuellen Förderung."

Der Vorschlag des bpv findet mittlerweile breite Unterstützung. Der Verband ist sich einig mit der Landes-Eltern-Vereinigung und der Direktorenvereinigung, dass es möglichst wenig ausfallenden Unterricht geben darf. "Gemeinsam setzen wir dafür auf eine integrierte Lehrerreserve", erklärte Schmidt. Dieses Konzept findet mittlerweile auch Zustimmung in allen politischen Lagern, sodass es hier eine breite Front für das Gymnasium gibt.

Schmidt wies darauf hin, dass die Schulen bereits jetzt große Anstrengungen unternehmen, ausfallenden Unterricht zu vermeiden, es aber gute Gründe gibt, warum nicht aller Unterricht stundplanmäßig stattfinden kann: "Angesichts des vielfältigen pädagogischen Angebots an den Gymnasien mit Schulfahrten, Exkursionen, der Teilnahme an Wettbewerben und zahlreichen Projekten machen unsere Kollegen eben nicht nur Unterricht nach Stundenplan, sondern eröffnen ihren Schülern zunehmend Bildungsmöglichkeiten außerhalb des Klassenzimmers. Hinzu kommt die für eine Weiterentwicklung von Schule und Unterricht unerlässliche Pflicht zur ständigen Fort- und Weiterbildung. Und auch die wichtige Aufgabe der sorgfältigen Ausbildung der großen Zahl an Referendarinnen und Referendare, die Seminar- und Betreuungslehrkräfte meist mit zu wenig oder gar keinen Anrechnungsstunden leisten, darf nicht vergessen werden." Der Vorsitzende erinnerte auch daran, dass bestimmte Fächer nach wie vor unter Lehrermangel leiden und bedauerlicherweise die durch den Wegfall der 13. Jahrgangsstufe frei werdenden Stellen nicht erhalten geblieben sind.


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