VBE begrüßt Bewilligung der Sekundarschule Bonn
"Der VBE ist erfreut darüber, dass in der vom Schulministerium bewilligten Schule viele Ansätze zu finden sind, die der VBE mit seinem Modell der Allgemeinen Sekundarschule vorgelegt hat. Die frühe Auslese der Kinder wird durch das längere gemeinsame Lernen bis einschließlich Klasse 8 verhindert, in den Vordergrund tritt die individuelle Förderung." So bewertet der Vorsitzende der Lehrergewerkschaft VBE, Udo Beckmann, die Bewilligung der Sekundarschule Bonn.
09.01.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWIn der Bonner Sekundarschule wird das gemeinsame Lernen von Kindern mit allen Grundschulempfehlungen bis einschließlich Klasse 8 möglich sein. Auch Sitzenbleiben ist nicht mehr vorgesehen. Die Schule wird als Ganztagsschule geführt.
"Das ist ein Schritt in die richtige Richtung", so Beckmann. "Man fixiert sich nicht mehr auf getrennte Bildungsgänge, sondern orientiert sich an Bildungsstandards und konzentriert sich darauf, den bestmöglichen Abschluss für alle Kinder zu erreichen. Vor allem die ländlichen Kommunen, die trotz sinkender Schülerzahlen ein umfassendes, qualitativ hochwertiges Schulangebot vor Ort aufrechterhalten wollen, sollten jetzt nach Bonn blicken und ähnliche Anträge stellen."
Die Landesregierung hat dem Schulträger die Auflage gemacht, im Namen der Schule die Bezeichnung "Gemeinschaftshauptschule" weiterführen zu müssen.
Beckmann abschließend: "Wenn sich hinter dem Begriff `Gemeinschaft´ eine Gemeinschaft von Kindern unterschiedlicher sozialer Herkunft, mit unterschiedlichen Grundschulempfehlungen sowie unterschiedlichen Neigungen und Begabungen verbirgt, ist das genau die Vorstellung, die auch der VBE in seinem Konzept der Allgemeinen Sekundarschule vertritt. Eine solche Schule sollte nicht nur die Haupt-Schule, sondern schlichtweg die Schule der Zukunft sein."
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