IQB-Ländervergleich

VBE: Mehr Investitionen für mehr Chancengerechtigkeit

"Über die Ergebnisse des neuen bundesweiten Leistungsvergleichs muss man sich nicht wundern, wenn man betrachtet, dass NRW im Vergleich der Bundesländer bei Klassengrößen und Investitionen pro Schüler unter dem Bundesdurchschnitt liegt", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) NRW, zur heute vorgestellten Studie des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB).

11.10.2013 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

"Wir erkennen an, dass die Landesregierung in den letzten Jahren zusätzliche Investitionen vorgenommen hat. Aber dies reicht bei weitem nicht aus, um in immer heterogener werdenden Klassen individuelle Förderung sicherzustellen."

Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass es von besonderer Bedeutung ist, dass Unterricht nicht fachfremd erteilt wird. "Unterrichtsausfall und Fachlehrermangel tragen unter diesem Gesichtspunkt sicherlich nicht dazu bei, das Leistungsniveau an den Schulen zu verbessern", kritisiert Beckmann. Umso wichtiger ist es, dass die Schulen mit einer ausreichenden Stellenreserve versorgt werden und Lehrerinnen und Lehrer hinreichend Möglichkeit haben für eine berufsbegleitende Lehrerfort- und -weiterbildung.

"Der VBE warnt davor, die von der Landesregierung beabsichtigte Inklusion an Schulen – so wie bisher absehbar – nicht mit den notwendigen Ressourcen auszustatten, da dies zu einem weiteren Leistungsabfall bei allen Schülerinnen und Schülern führen wird", betont Beckmann abschließend.


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