Baden-Württemberg

Virtueller Schulbesuch von Kultusministerin Marion Schick am Bildungs- und Beratungszentrum für Hörgeschädigte Stegen

Kultusministerin Marion Schick ist heute (1. Dezember) zum virtuellen Schulbesuch am Bildungs- und Beratungszentrum (BBZ) für Hörgeschädigte in Stegen. Die Ministerin beantwortet eine Stunde lang Fragen der Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie aller am Schulleben Beteiligten. Dies ist die dritte Veranstaltung der Reihe "Virtueller Schulbesuch der Kultusministerin" und zugleich der erste Video-Chat mit Schülerinnen und Schülern mit einer Hörschädigung. Um die gegenseitige Verständigung zu erleichtern, werden die Fragen der Schulgemeinde eingeblendet und die Antworten der Kultusministerin durch eine Gebärdendolmetscherin in die Gebärdensprache übersetzt und als Bild im Bild auf dem Monitor gezeigt.

01.12.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

"Wir wollen in der Zukunft alle Sonderschulen zu Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren weiterentwickeln, deshalb interessiert es mich sehr, wie ein Bildungs- und Beratungszentrum wie in Stegen heute schon arbeitet. Ich suche das Gespräch mit der Schulgemeinde des BBZ Stegen, um von den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern zu erfahren, was gut läuft und was wir besser machen könnten", sagt Kultusministerin Schick.

Während die Ministerin von Stuttgart aus die Fragen beantwortet, verfolgen die Schülerinnen und Schüler des BBZ Stegen den Live-Chat in ihrer Schule bei einer Live-Übertragung.

Seit März 2010 setzt das Kultusministerium Web 2.0-Elemente in der Öffentlichkeitsarbeit ein. Ziel ist es, mit Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrkräften direkt in einen offenen Dialog einzutreten. Der erste virtuelle Schulbesuch fand am 7. Mai statt. Weitere Chats zu aktuellen Bildungsfragen werden regelmäßig durchgeführt und frühzeitig angekündigt. "Mit virtuellen Schulbesuchen nutzen wir neue Wege der Kommunikation, um mit den Menschen im Land in Kontakt zu kommen. Ich möchte gezielt die Medien einsetzen, die längst zum Alltag unserer Jugendlichen gehören", sagt Kultusministerin Marion Schick.

Informationen zur Schule

Das BBZ Stegen befindet sich unweit von Freiburg im Breisgau. Die ehemaligen Schulen für Gehörlose in Waldshut und für Schwerhörige in Waldkirch sind hier 1970 zu einem neuen Schulzentrum zusammengeführt worden, das Schulkindergarten, Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium unter einem Dach vereint. Gegenwärtig besuchen über 360 Schülerinnen und Schüler in 50 Klassen und drei Gruppen des Schulkindergartens diese überregionale Schule für Hörgeschädigte, in die Schüler aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus deutschsprachigen Nachbarländern aufgenommen werden. Hinzu kommen noch 380 Kinder und Jugendliche, die über Frühförderung in Elternhaus und Kindergarten sowie über den Sonderpädagogischen Dienst in allgemeinen Schulen am Wohnort gefördert, beraten und unterstützt werden.

Das BBZ Stegen orientiert sich an den Bildungsplänen für den Unterricht der Grundschule, Hauptschule, Realschule und des Gymnasiums. In kleinen Lerngruppen von bis zu zehn Schülerinnen und Schülern erwerben die Schülerinnen nicht nur die unterrichtsfachlichen Kompetenzen wie alle Schüler des Landes, sondern sie erweitern ihren aktiven und passiven Wortschatz und festigen ihre kommunikativen Kompetenzen. Die sonderpädagogische Förderung schafft die Voraussetzung für eine gute Entwicklung der Persönlichkeit unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes und der Erlebniswelt der jungen Menschen. Alle Bezugspersonen sind an diesem Prozess beteiligt. Lautsprachunterstützende Gebärden finden in den Klassen Verwendung, wo es kommunikativ notwendig ist. Gebärdensprachdolmetscher stehen für besondere Kommunikationssituationen zur Verfügung. Wichtiges Ziel dieser Arbeit ist im Hinblick auf eine erfolgreiche berufliche Integration eine hohe sprachliche Kompetenz für die Bewältigung des gesellschaftlichen Alltags.

Weiterführende Informationen zur Schule unter www.bbzstegen.de


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