Vorbildhafte "Botschafter der Umwelt": Die Gewinner stehen fest

Eine Jury hat entschieden - die Gewinner stehen fest: Als "Botschafter der Umwelt" für ihr vorbildliches Engagement zu den Themen "Wald" und "deutsch-israelische Verständigung" werden die Klasse 4b der Christine Brückner Schule in Bad Emstal / Hessen, fünf Klassen der Stufe 3 und 4 der Grundschule Dreis-Tiefenbach in Netphen / Nordrhein-Westfalen und zwei dritte Klassen der Anne-Frank-Schule in Recklinghausen / Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Einen Ehrenpreis erhält das Nikolaus-von-Weis-Gymnasium in Speyer / Rheinland-Pfalz. Aufgerufen von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), vom Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL) und von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), hatten sich seit November 2005 insgesamt 27 Schulen mit 70 Klassen und über 2000 Dritt- bis Fünftklässlern am Wettbewerb "Botschafter der Umwelt" beteiligt.

17.04.2007 Pressemeldung Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

"Das Kooperationsprojekt hat Kindern im Alter zwischen acht und zwölf Jahren elementare Umwelterfahrungen vermittelt, die mit gesamtökologischen Einsichten verbunden sind", unterstreicht DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde das Anliegen der Initiatoren. "Darüber hinaus hat der Wettbewerb in besonderer Weise zum inhaltlichen und interkulturellen Austausch zwischen Kindern und Pädagogen in Deutschland und in Israel beigetragen." Am Beispiel "Wald" hätten die Kinder die jeweilige Situation des anderen Landes kennen lernen, Zusammenhänge zwischen ökologischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Aspekten einschätzen und bewerten lernen können. Ob die Kinder einen Schulwald anlegten oder eine Waldpatenschaft übernahmen - über ihre Aktionen konnten sich die jungen Umweltbotschafter auf einer zweisprachigen Internetplattform austauschen, geführt vom Graslöwen, dem DBU-Botschafter für Kinder. Während der Projektphase griffen Mitarbeiter der SDW und des JNF-KKL den jungen Umweltbotschaftern unter die Arme: Sie unterstützten die Schulen bei der inhaltlichen und konzeptionellen Projektplanung und vermittelten Partnerklassen in Israel.

Die Klasse 4b der Christine Brückner Schule in Bad Emstal/ Hessen legte einen Baumgarten mit Schwarzpappeln - dem Baum des Jahres 2006 - auf ihrem Schulhof und in ihrem Ort an. Die Viertklässler setzten sich im Sach- und im Religionsunterricht mit den Themen "Wald" und "Judentum" auseinander und feierten in ihrem Schulgarten das jüdische Laubhüttenfest auf traditionelle Weise. Diese Erfahrungen und Erlebnisse tauschten sie aus mit Schülern ihrer Partnerschule in Kiryat Motskin, der im Norden Israels gelegenen Weizman-Schule. Für ihren Einsatz wird die 4b mit einem Besuch des "Baumkronenlehrpfads" im Nationalpark Hainich/ Thüringen am 10. Mai belohnt.

Schüler der Klassen 3 und 4 der Grundschule Dreis-Tiefenbach in Netphen/ Nordrhein-Westfalen beschäftigten sich fächerübergreifend mit dem Wettbewerbsthema. Im Rahmen eines Festes mit Ehrengästen pflanzten sie Bäume an einer so genannten Erinnerungsallee und brachten zugehörige Tafeln an; die Allee wird nun aufgenommen in ein Austauschprogramm der "Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit". Sie kooperieren mit dem "Aktiven Museum Südwestfalen", der heimischen Waldgenossenschaft, mit Kindergärten und einer weiteren Grundschule - und sorgen damit im Wortsinn für die Nachhaltigkeit ihres Engagements in Sachen *Wald" und *Völkerverständigung". Als Wettbewerbs-Preis erhalten die Dritt- und Viertklässler eine Graslöwen Klassenfahrt in die Jugendherberge Brilon.

Zwei dritte Klassen der Anne-Frank-Schule in Recklinghausen / Nordrhein-Westfalen pflanzten während eines Festes eine Kastanie - ein besonderer Baum für die Schule und ihre jüdische Namensgeberin, die sich zusammen mit ihrer Familie vor dem Zugriff von Nationalsozialisten in einem Amsterdamer Hinterhaus versteckte: Auf ihn blickte Anne Frank aus ihrem Unterschlupf heraus. Unter dem Schwerpunkt "Toleranz" setzten sich alle Klassen der Schule, an der 25 Prozent der Kinder Moslems sind, im Regel- und im Religionsunterricht mit dem Kastanien-Projekt und mit jüdischem Leben auseinander - besonders aber die Gewinnerklassen: Sie übernahmen die Pflege der Kastanie und berichteten ihrer israelischen Partnerschule Haroee (Mamad) in Ashdod von ihrem Gedeihen. Als Anerkennung für Ihren Einsatz dürfen die zwei dritten Klassen einen Walderlebnistag in einer Einrichtung der SDW verbringen.

Den Ehrenpreis der Jury - eine Urkunde - erhält eine Arbeitsgemeinschaft von Fünft- bis Siebtklässlern des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums in Speyer/ Rheinland-Pfalz. Auf ihrem Schulhof legten sie ein Beet mit den Umrissen des Staates Israel an und pflanzten während eines Schüleraustausches zusammen mit Kindern ihrer Partnerschule aus Yavne/ Israel einen Mandelbaum an. Das Projekt wurde fächerübergreifend im Religions-, Erdkunde- und Englischunterricht begleitet.

Die Namen aller Schulen, die am Wettbewerb "Botschafter der Umwelt" teilgenommen haben, finden sich auf der projektbegleitenden Internetseite unter
www.botschafter-der-umwelt.de/347artikelDeutschland.html.


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