Zwölf Jugend forscht Preisträger starten beim weltweit größten naturwissenschaftlichen Schülerwettbewerb Intel ISEF in den USA
Zwölf talentierte deutsche Jungforscherinnen und Jungforscher präsentieren ab kommenden Sonntag insgesamt zehn innovative Forschungsprojekte bei der 64. Intel International Science and Engineering Fair (Intel ISEF) in Phoenix, Arizona. Dort messen sie sich mit mehr als 1500 jungen Wissenschaftlern aus aller Welt. Die Teilnehmer zwischen 14 und 21 Jahren stammen aus über 70 Ländern und präsentieren ihre Projekte in 17 Wettbewerbsdisziplinen einer internationalen Expertenjury.
10.05.2013 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Die deutschen Teilnehmer konnten sich beim Jugend forscht Finale 2012 für den weltweit größten vorakademischen Wissenschaftswettbewerb qualifizieren. In den USA dabei ist Robert Salzmann (18) aus Hildesheim, der in seinem Biologie-Projekt die Wirkung von Schwermetall-Ionen auf die Stoffwechselaktivität von Backhefe beim Zuckerabbau untersuchte. Patricia Vogel (16) und Niklas Haerting (17) aus Bremerhaven zeigen, wie man mit den jährlich in ihrer Heimatstadt anfallenden Bioabfällen rund 3000 Haushalte mit Grünem Strom aus Biogasanlagen versorgen könnte. Fabian Hauf (17) aus Ingelheim entwickelte einen speziellen Test, mit dem sich nachweisen lässt, dass die Grundmuster der Fingerabdrücke von Geschwistern häufiger übereinstimmen als von zufällig ausgewählten Personen einer Vergleichsgruppe.
Fabian Oehler (17) und Simon Weisemann (18) aus Bünde synthetisierten feinste Eisenteilchen und umhüllten diese Nanomagnetite mit Siliziumoxid. An diese Schicht koppelten die Nachwuchschemiker ein Protein aus der Schwertbohne, mit dem sich Zuckermoleküle voneinander trennen lassen. Dominik Spors (17) aus Braunschweig untersuchte am Beispiel von Ferrocen und Troticen, wie sogenannte metallorganische Komplexe mit anderen metallhaltigen oder organischen Verbindungen reagieren und analysierte die Produkte mithilfe der Massenspektroskopie. Michael Laue (17) aus Bitterfeld wollte herausfinden, wie die Öle der Römischen und der Echten Kamille am besten extrahiert werden können. Dazu teste er verschiedene Verfahren und untersuchte die Extrakte mit der sogenannten Dünnschichtchromatografie.
Der 18-jährige Julius Kunze aus Chemnitz präsentiert der Jury eine selbst programmierte Software, mit der sich die besonderen Phänomene von Einsteins Relativitätstheorie am Computer visualisieren lassen. Laura Mähler (18) aus Welver bei Soest geht mit einer mathematischen Analyse der Funktionsweise der aus Fußballstadien bekannten "Spidercam" an den Start. Marvin Scherschel (18) aus dem saarländischen Bliesen nimmt mit einem innovativen Vokabeltrainer teil. Englische Wörter lassen sich damit leichter lernen, weil seine Software Songs ermittelt, die diese Vokabeln enthalten. Die deutschen Farben vertritt auch Timm Piper (17) aus dem rheinland-pfälzischen Bullay. Ihm gelang es mit einem neuen variablen Beleuchtungskonzept, das Leistungsvermögen seines Lichtmikroskops entscheidend zu verbessern.
Im Januar dieses Jahres konnte sich das deutsche Team in einem Coaching-Workshop bei der Intel GmbH in Feldkirchen auf die Wettbewerbsteilnahme vorbereiten. Auf dem Programm stand unter anderem ein Präsentationstraining in englischer Sprache. Bei der Intel ISEF winken den jungen Wissenschaftlern Preise und Stipendien im Gesamtwert von über drei Millionen US-Dollar. "Für die Jungforscher bietet die ISEF eine großartige Chance, ihr Talent auch international unter Beweis zu stellen", sagt Dr. Sven Baszio, Geschäftsführender Vorstand der Stiftung Jugend forscht e. V.
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