Seit Veröffentlichung der Staatsnote für Lehramtsanwärter ist eines klar: In diesem Jahr werden so viele angehende Lehrkräfte wie nie zuvor an staatlichen Schulen keine Anstellung finden. Bis zum Herbst werden weit über 5000 junge Lehrkräfte arbeitslos sein. Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, sprach bei einer Pressekonferenz heute in München erneut von einer Rekordarbeitslosigkeit bei Lehrern, die zu einem Notstand an den Schulen führen werde: "Es zeichnet sich ab, dass vielerorts nicht einmal mehr das Grundangebot aufrecht erhalten werden kann." In einer an den Bayerischen Landtag gerichteten Petition fordert der BLLV ein "Notprogramm Bildung". Es soll den Betroffenen Perspektiven eröffnen und die Situation an den Schulen verbessern. Das Notprogramm sieht vor, von den Steuermehreinnahmen zehn Prozent kurzfristig als Haushaltsmittel zur Verfügung zu stellen. "Die Einstellungspolitik geht an den schul- und bildungspolitischen Realitäten vorbei und sie untergräbt das Ziel des Kultusministers, jeden Schüler individuell zu fördern", kritisierte Wenzel. Sie werde weder den Anforderungen moderner Schulen gerecht, noch den Bedürfnissen der Schüler. "Mit anderen Worten: Sie stürzt in einer nicht zu verantwortenden Art und Weise junge, engagierte Berufsanfänger in eine existentielle Krise, und sie schadet den Kindern."
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18.07.2011
Pressemeldung
Schule