Neues Fortbildungsangebot Deutsch als Zweitsprache
„Eine neue Form der Fortbildung im Bereich Deutsch als Zweitsprache erproben jetzt erstmals 43 niedersächsische Lehrkräfte. Die Fachberaterinnen und Fachberater für interkulturelle Bildung und herkunftssprachliche Lehrerinnen und Lehrer aus so genannten Schwerpunktschulen des Grundschulbereichs mit einem erhöhten Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund nehmen an einer sechsmonatigen computergestützten Fortbildung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut teil.“ Das hat der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann heute (29.12.2006) in Hannover mitgeteilt.
29.12.2006 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches KultusministeriumDie Kursteilnehmer erhalten dafür vom Goethe-Institut entwickeltes Material, das sie sowohl mit telefonischer wie elektronischer Unterstützung über das Internet durch Lektoren individuell bearbeiten. Ergänzend zum Austausch über entsprechende Foren seien zwei gemeinsame Tagungen vorgesehen. „Neben der fachlichen Weiterqualifizierung der Lehrkräfte verbinden wir damit das Ziel, Lernzirkel für Deutsch als Zweitsprache zu bilden, in denen sich möglichst viele der in diesem Bereich tätigen pädagogischen Fachkräfte aus Schulen und Kindertagesstätten austauschen und weiterbilden können“, sagte Busemann. Absolventen des Kurses erhielten ein Zertifikat des Goethe-Instituts.
Als erstes Bundesland hatte Niedersachsen die Förderung von Kindern mit Sprachproblemen bereits vor der Einschulung im Schulgesetz verankert. Jedes Kind, bei dem vor der Einschulung fehlende oder unzureichende Deutschkenntnisse festgestellt werden, nimmt seit dem Schuljahr 2003/2004 im letzten Halbjahr vor der Einschulung an verpflichtenden Sprachförderkursen teil. Seit Beginn des laufenden Schuljahres ist die Sprachförderung vor der Einschulung von zuvor einem halben auf ein ganzes Jahr ausgeweitet worden. Die Sprachförderung wird in den Schulen des Grundschulbereichs und in den Klassen 5 bis 10 in Form von Sprachlernklassen, intensiven Förderkursen und Förderunterricht in Deutsch als Zweitsprache fortgeführt. Auch in den berufsbildenden Schulen gibt es entsprechende Angebote.
„Erste Voraussetzung für die Verbesserung der Bildungschancen und der Schlüssel für die schulische und berufliche Integration junger Migrantinnen und Migranten ist die Beherrschung der deutschen Sprache. Dafür investieren wir jährlich mehr als 52 Mio. Euro“, so Busemann abschließend.
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