Münchner Erklärung

"Verantwortung für die Bildung ernst nehmen"

Die Städte begreifen Bildung als Zukunftsstrategie und wollen ihre Ressourcen für Bildung weiter bündeln und vernetzen. Die Kommunen appellieren an Bund und Länder, die gemeinsame Verantwortung für die Bildung ernst zu nehmen und kommunale Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Wichtige Ziele und Forderungen des Deutschen Städtetages für ein verstärktes kommunales Bildungsengagement wurden heute in einer "Münchner Erklärung" präsentiert.

09.11.2012 Pressemeldung Deutscher Städtetag

Zum Abschluss des Kongresses "Bildung gemeinsam verantworten" des Deutschen Städtetages in Kooperation mit der Landeshauptstadt München, sagte der Präsident des Deutschen Städtetages, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude: "Ein zukunftsfähiges Bildungssystem kann nur von Bund, Ländern und den Kommunen gemeinsam gestaltet werden. Ebenso müssen Eltern, Familien und die Zivilgesellschaft einbezogen werden. Bildung gelingt am besten vor Ort, deshalb brauchen die Städte praxistaugliche Kompetenzen und Gestaltungsmöglichkeiten, um ein leistungsfähiges Bildungsangebot vor Ort und die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen sicherzustellen."

Der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, betonte anlässlich des Kongresses: "Die Kommunen sind eine unverzichtbare Schaltstelle unseres Bildungssystems. Ihre wichtigste Zukunftsaufgabe im Bildungsbereich ist neben ihrer bewährten Rolle als Träger von Schulen und Bildungseinrichtungen die Vernetzung zwischen haupt- und ehrenamtlichen Akteuren, zwischen Staat und Bürgergesellschaft."

Sylvia Löhrmann, Vizepräsidentin der Kultusministerkonferenz der Länder sowie Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, machte deutlich: "So vielfältig und plural wie unsere öffentlich verantwortete Bildungslandschaft ist, so vielfältig sind auch unsere regionalen Bildungs­netzwerke. Wir stehen vor großen gesellschafts- und bildungspolitischen Herausforderungen, die nur gesamtgesellschaftlich gelöst und finanziert werden können. Gesamtgesellschaftlich heißt: Kommunen, Länder – und der Bund."

Zwei Tage lang diskutierten über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland in München über das erweiterte kommunale Engagement in verschiedenen Bildungsbereichen und stellten Best-practice-Beispiele vor, beispielsweise im Bereich frühkindliche Bildung, Bildungsmonitoring und –management, Inklusion im Schulbereich, Übergang Schule und Beruf sowie Weiterbildung und lebenslanges Lernen.

"Münchner Erklärung".

Ansprechpartner

Deutscher Städtetag

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