Ahnen: Landesgesetz zum Ausbau der frühen Förderung ist ein Meilenstein für die kinder- und familienfreundliche Politik in Rheinland-Pfalz
Als "eine sehr gute Entscheidung für die Zukunft von Kindern in Rheinland-Pfalz" bezeichnete Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen die heutige Verabschiedung des Gesetzes zum Ausbau der frühen Förderung im Landtag.
01.12.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzDas Gesetz sieht einen Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren, die Öffnung des Kindergartens für Zweijährige, einen Rechtsanspruch für zweijährige Kinder auf einen Kindergartenplatz ab 2010, einen deutlichen Ausbau der vorschulischen Sprachförderung und eine engere Zusammenarbeit von Kindertagesstätten und Grundschulen vor. Zudem wird die Beitragsfreiheit für das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung festgeschrieben. "Allein damit entlasten wir die Familien in Rheinland-Pfalz um rund 25 Millionen Euro, also um durchschnittlich 600 Euro pro Kind", erklärte die Ministerin nach der Entscheidung im Parlament.
Rheinland-Pfalz habe nach dem Ganztagsschulprogramm erneut eine Vorreiterrolle in der Kinder- und Bildungspolitik übernommen, betonte Doris Ahnen: "Mit dem heute beschlossenen Gesetz geht das Land einen weiteren konsequenten Schritt, damit Bildung von Anfang beginnen kann." Dabei sei es ihr besonders wichtig, dass durch die Öffnung des Kindergartens für Zweijährige eine wohnort- oder arbeitsplatznahe Betreuung ermöglicht werde. "Wir halten so gemeinschaftsstiftende Einrichtungen in den Gemeinden und sichern deren Bestand", erläuterte die Ministerin. Diese Intention des Programms "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" sei bereits an vielen Orten auf große Resonanz gestoßen. "Die Umwandlung von Plätzen zur Betreuung von unter Dreijährigen tritt an die Stelle von Gruppenschließungen", stellte die Ministerin fest.
Doch das Land investiere nicht nur massiv in den Ausbau der Betreuung der unter Dreijährigen, sondern gebe mit einem 8-Millionen-Euro-Programm zum Ausbau der Sprachförderung sowie der Schulvorbereitung und weiteren zwei Millionen Euro für Fortbildungsmaßnahmen der Erziehrinnen und Erzieher einen entscheidenden Schub zur Sicherung und Optimierung der pädagogischen Arbeit in den Kindertagesstätten. "Jedes Kind mit Sprachdefiziten kann so vor dem Schuleintritt individuelle und zielgerichtete Hilfen erhalten und mit soliden Sprachkenntnissen in die Grundschule kommen", sagte Doris Ahnen. Die bisherigen Erfahrungen bei der Umsetzung des Programms "Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an" zeigten deutlich, dass alle Partner – also Erzieherinnen und Erzieher, die Träger und die Kommunen – bereit seien, den Weg zu einem Ausbau der frühkindlichen Förderung gemeinsam zu gehen. "Das sind beste Voraussetzungen für eine noch kinder- und familienfreundlichere Zukunft in Rheinland-Pfalz", erklärte Ahnen. Dafür investiere das Land im Endausbau zusätzliche 60 Millionen Euro jährlich.
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