Eltern: Erziehung und Bildung ist staatliche Qualitätsaufgabe!

Die Landeselterninitiative für Bildung befürchtet, dass die von der Landesregierung geplante Öffnung von Kindertagesstätten für kommerzielle Anbieter und die von Bundesfamilienministerin von der Leyen für Ende April geplante Kabinettsvorlage zur stärkeren Förderung privater Kinderbetreuung weitere Rahmenbedingungen für ein Fortschreiten der sozialen Selektion werden.

09.04.2008 Saarland Pressemeldung Landeselterninitiative für Bildung e.V.

Am Gemeinwohl orientierte Träger zeichneten sich von ihrer Unternehmensphilosophie her durch Wertegebundenheit aus. Nicht zuletzt deshalb würden Schulen aus sozialgesellschaftlichen Gründen ganz überwiegend einer öffentlich gemeinwohlorientierten Trägerschaft unterliegen. Ihre Qualität sei ein entscheidender Standort- und gesellschaftlicher Entwicklungsfaktor. "Betreuung und Erziehung als Teil eines ganzheitlichen Bildungsauftrags dürften nicht der Quotenerfüllung zum Platzausbau geopfert oder zur Dienstleistungsware werden, mit der man Geschäfte machen kann", sagte der Sprecher der Initiative Bernhard Strube. "Wir warnen vor einer Entwicklung, wie sie sich bei der sogenannten freiwilligen Ganztagsschule zeigt, wo das Land sich auf finanzielle Förderung beschränkt, statt die pädagogische Aufgabe zu übernehmen."


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