Bildungsausgaben

Festellung der OECD: Deutschland hinkt hinterher

14.11.2011 Artikel

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In der akutellen Ausgabe der Zeitschrift Welt des Kindes (6/2011, Seite 6) wird auf die von der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit) vorgelegte Studie "Bildung auf einen Blick" aufmerksam gemacht.

Dabei wird u.a. auf folgende wesentlichen Ergebnisse hingewiesen:

"Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind die (Bildungsausgaben) sogar rückläuifig: 1995 flossen 5,1 Prozent des BIP in Bildungsinvestitionen, 2008 sank der Wert auf 4,8 Prozent, während der weltweite Durchschnitt bei 5,9 Prozent lag.

Als besonders problematisch (werden) die mangelnden Investitionen Deutschlands im Grundschulbereich (angesehen). Während hier im OECD-Durchschnitt pro Grundschüler jährlich 7.200 US-Dollar fließen, gibt Deutschland nur 5.900 US-Dollar pro Kind aus.

Es sei kontraproduktiv, gerade dort zu sparen, wo die Grundlagen für den weiteren Bildungsaufstieg gelegt werden.

Hingegen liegt Deutschland bei den Ausgaben im 'tertiären Bereich' - also Universität, Fachhochschule, Meisterausbildung - mit 15.390 US-Dollar pro Kopf deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 13.717 US-Dollar.

Kommentar:

Die wenigen Hinweis zeigen auf, dass in der Bundesrepublik nicht nur mehr - vor allem - in die frühe Bildung investiert werden muss, sondern dass auch eine Umkehr der Investitionspryramide erfolgen muss, damit vor allem in der "Grundlagen-Förderung" mehr Mittel bereit stehen. Erschreckender wird die Betrachtung der Frühförderung ausfallen, wenn die wesentliche geringere Investitionsquote im Elementarbereich betrachtet wird.

Vielleicht wäre es in diesem Zusammenhang auch sinnvoll, die Einkommensverhältnisse der in den Bildungsbereichen Tätigen anzugleichen und die besonders hohen Vergütungen und Privilegien im "tertiären Bereich" zu beschränken.


Weiterführende Links

  • Informationen zum OECD-Bericht

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