GEW im Vorfeld der didacta 2012: Wir brauchen bessere Personalschlüssel in Tageseinrichtungen
07.01.2012 Artikel
.
Im Vorfeld der didacta 2012 wurde an anderer Stelle des "bildungsklick.de" bereits auf die Situation im Arbeitsfeld Tageseinrichtungen aufmerksam gemacht. In einem Beitrag wies Norbert Hocke, Vorstandmitglied der GEW, einerseits darauf hin, dass sich viele Erzieherinnen mit der inhaltlichen Aufgabe identifizieren, dass jedoch andererseits die Arbeitsbedingungen "nicht die besten" sind. Erzieherinnen seien großen Belastungen ausgesetzt und viele fürchten, nicht gesund das Rentenalter zu erreichen.
In dem Beitrag wird deutlich, dass diese Feststellungen nicht nur Bedeutung für die einzelne Erzieherin, sondern für den Gesamtbereich der Elementarpädagogik hat. Konsequenz: Nur wenn es den Erzieherinnen gut geht, kann es auch den Kindern gut gehen.
Herr Hocke fordert u.a.: "Wir brauchen einen besseren Personalschlüssel, damit z.B. eine gezielte Sprachbegleitung stattfinden kann; damit individueller auf einzelne Kinder und deren Bedürfnisse eingegangen werden kann. Wir brauchen mehr Personal, um auch mal Gruppen teilen zu können - dass zum Beispiel ein Teil einen Ausflug macht. Leider müssen wir aber feststellen, dass wir in dieser Frage nicht vorangekommen sind. Hier muss dringend etwas verändert werden. Wir müssen uns in den nächsten Jahren intensiv mit den Rahmenbedingungen beschäftigen. Und das Älterwerden im Beruf stellt uns vor neue Herausforderungen, die bisher überhaupt noch nicht angegangen werden."
Im Rahmen der didacta 2012 werden zusammenhängende Aspekte in verschiedenen Veranstaltungen, so auch im Seminarprogramm angesprochen und hoffentlich auch zu Initiativen führen, damit die Verantwortlichen in Bund, Ländern, Kommunen und Verbänden ihre jeweilige Verantwortung für tatsächliche Verbesserungen im Arbeitsfeld der Elementarpädagogik endlich wahrnehmen. Umgesetzt werden kann dies in einem neuen Eingruppierungstarifvertrag, jedoch auch dadurch, dass der Bund seiner Ausgleichsverpflichtung nachkommt und Mittel für Qualitätsverbesserungen zur Verfügung stellt oder dass in den Landesausführungsregelungen überfällige qualitative Verbesserungen - entsprechend den vielfältigen Erklärungen - vorgenommen werden, nach denen Investitionen in Bildung Vorrang haben sollen und Zukunftssicherungen der Gesellschaft sind.
Weiterführende Links
- bildungsklick - Bericht vom 6.1.2012
Keine Kommentare vorhanden