Grüne für Kita-Ausbau

Grüne wollen bundesweiten KiTa-Ausbau mit der Festlegung von Personalschlüsseln

15.01.2011 Artikel

Nach einem Medienbericht vom 15.1.2011 haben wollen sich die Grünen nach dem in der Klausur in Weimar vorgelegten Positionspapier

"Gute Kitas für alle Kinder" für

- zusätzliche Fachkräfte einsetzen, - flexiblere Öffnungszeiten ermöglichen, - mehr Bundesmittel für die Sprachförderung bereit stellen und vor allem - Maximalgrößen in der Kinder-Fachkraft-Relation festlegen.

Dabei sollen folgende Maximalwerte gelten: 1 : 4 für Kinder unter Dreijährige 1 : 10 für Kinder Kinder über drei Jahren.

Anmerkungen:

Diese Groborientierung wäre auch für NRW "ein Gewinn" und sollte bereits jetzt im Rahmen der KiBiz-Revision berücksichtigt werden. Dabei ist zu bedenken, dass diese Werte jederzeit in einer Gruppe gesichert werden müssen. Da jedoch Mitarbeiterinnen aufgrund von Ausfallzeiten, Zeiten für die mittelbare pädagogische Arbeit, Teilnahme an Fortbildungen und Freistellungen von Leitung einer eigenen Gruppe nicht immer zur Verfügung stehen, muss der tatsächliche Schlüssel noch günstiger liegen. Auf diese Bedingungen ist hinzuweisen, zumal ansonsten die Erfahrung, dass für die Umsetzung von Bildungsplänen (z.B. Berlin) 22 % der Arbeitszeit erforderlich sind, vergessen wird. Im übrigen würden sich diese Maximalwerte den Zielvorstellungen des Europäischen Netzwerks Kinderbetreuung aus dem Jahr 1996 annähern. Diese Ziele sollten bis zum Jahr 2006 erfüllt sein. In diesem Zielpaket war u.a. auch vorgesehen:

Ziel 7: Die öffentlichen Ausgaben für Einrichtungen für kleine Kinder sollten nicht weniger als 1 % des Bruttoinlandsproduktes betragen. (derzeit: rd. 0,6 %!) Ziel 20: Die Erziehung und das Lernumfeld sollte die Familie jedes Kindes, sein Zuhause, seine Sprache, das kulturelle Erbe, seinen Glauben, seine Religion und sein Geschlecht widerspiegeln und wertschätzen. Ziel 22: Mindestens 1/10 der wöchentlichen Arbeitszeit sollte ohne Kontakt zu den Kindern ablaufen. Ziel 23: Ergänzungskräfte sollen jederzeit verfügbar sein, um die Personalschlüssel aufrechtzuerhalten. Ziel 24: Personal für Verwaltungsaufgaben, häusliche oder hausmeisterliche Tätigkeiten sollte eigens gerechnet und zusätzlich zur Verfügung stehen. Ziel 25: Alle Beschäftigten sollen mindestens einen national oder lokal festgelegten Tariflohn erhalten, keinesfalls weniger. Für umfassend ausgebildetes Personal sollte dieser Tariflohn dem von Lehrern/innen vergleichbar sein.

Bericht der Westfälischen Rundschau vom 15.1.2011


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