Die Schülerzahlen im Land gehen insgesamt weiter zurück, aber bei weitem nicht so stark wie am Anfang der Legislaturperiode nach den damals vorliegenden statistischen Kennzahlen zu erwarten war. Diese Tendenz wird sich voraussichtlich auch in den kommenden Schuljahren fortsetzen. Deshalb wird auch der prognostizierte Rückgang der Klassenzahlen an den weiterführenden Schulen geringer ausfallen als zum Beispiel im Gutachten von Professor Klaus Klemm von 2012 zur Entwicklung des Lehrkräftebedarfs bis zum Schuljahr 2016/2017 angenommen. Der Stufenplan der Landesregierung zur Senkung der maximalen Klassengröße (Klassenmesszahl) basiert jedoch auf der Annahme, dass eine Absenkung der Klassenmesszahl in den weiterführenden Schulen wegen eines gleichzeitigen Schülerrückgangs nicht zu zusätzlichen Klassen und damit zu zusätzlichem Raumbedarf führt. Diese Annahme wird so nicht mehr eintreffen. Daher hat die Landesregierung beschlossen, den nächsten Schritt zur Absenkung der Klassenmesszahl in der Orientierungsstufe der Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen vorerst auszusetzen. Das heißt: Die Klassenmesszahl in der Orientierungsstufe bleibt bei 28 Schülerinnen und Schülern und gehört damit zu den niedrigsten Richtwerten im Vergleich aller Bundesländer.
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15.01.2015
Pressemeldung
Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz