Ahnen: PISA 2009 ist Erfolg und Ansporn
"Die Leistungskurve der deutschen Schülerinnen und Schüler in dem internationalen Schulleistungstest PISA zeigt eindeutig nach oben. Seit dem ersten PISA-Vergleich sind die in Deutschlands Schulen erzielten Durchschnittswerte deutlich gestiegen und zugleich hat sich der Zusammenhang zwischen der Leistung von Schülerinnen und Schülern und ihrem sozialen Hintergrund verringert. Diese Entwicklungen sind sehr erfreulich. Der gewachsene Stellenwert von Bildung und die von der Politik seit 2001 schrittweise umgesetzten Maßnahmen zeigen Wirkung. Hierzu gehören insbesondere die Intensivierung der frühkindlichen Bildung, der Ausbau von Ganztagsschulen und das installierte System zur Qualitätssicherung. Natürlich sind die Leistungsverbesserungen in erster Linie ein Verdienst der Schulen und der Lehrkräfte, denen dafür Anerkennung und Lob gebührt." Das unterstrich die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen, die auch bildungspolitische Sprecherin der SPD-geführten Länder ist, heute zu den in Berlin vorgestellten Ergebnisse von PISA 2009.
07.12.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzNachdem die deutschen Schulen schon bei PISA 2006 in den naturwissenschaftlichen Kompetenzen klar über dem OECD-Durchschnitt gelegen hätten, sei dies bei PISA 2009 nun auch bei den mathematischen Kompetenzen der Fall, hielt Doris Ahnen fest. Auch bei der Lesekompetenz gebe es im Vergleich zu PISA 2000 klare Verbesserungen und Deutschland liege jetzt im OECD-Durchschnitt.
"Das ist ein Grund zur Freude aber kein Grund, sich zurückzulehnen, sondern muss ein Ansporn für weitere Anstrengungen sein", sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und verwies insbesondere darauf, dass der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozioökonomischem Hintergrund von Schülerinnen und Schülern immer noch zu stark sei. "Wir werden jedenfalls nicht nachlassen, die Qualität der Bildung und die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern. Bildung hat in Rheinland-Pfalz oberste Priorität", betonte Doris Ahnen. Diese Schwerpunktsetzung sei mit ein Grund dafür gewesen, dass Rheinland-Pfalz bei der ersten Überprüfung der bundesweiten Bildungsstandards, die im Juni veröffentlicht worden sind, in allen getesteten Teilbereichen im oberen Drittel der Bundesländer gelandet sei und zugleich beim Zusammenhang zwischen Bildungschancen und sozialer Herkunft sowie beim Leistungsstand von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund überdurchschnittlich gute Werte erzielt habe. "Ziel muss bleiben, dass Leistungserfolg und Chancengleichheit Hand in Hand gehen", betonte Doris Ahnen.
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