Baden-Württemberg belegt beim Bildungsmonitor 2007 den zweiten Platz
Als "sehr gutes Zeugnis für den Bildungsstandort Baden-Württemberg" hat Kultusminister Helmut Rau MdL die heute (21. August) veröffentlichten Ergebnisse des Bildungsmonitors 2007 des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bezeichnet. Danach belegt der Südwesten im Ländervergleich den zweiten Platz hinter Sachsen und vor Thüringen und Bayern. Insgesamt wurden 13 bildungsökonomisch relevante Handlungsfelder untersucht.
21.08.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergBaden-Württemberg und Bayern bescheinigen die Bildungsforscher ein ähnliches Stärkenprofil. Dazu zählen die Ausgabenpriorität der öffentlichen Hand für die Bildung, die gute Schulqualität sowie der vergleichsweise geringe Anteil von Bildungsarmut. "Unsere hohen Investitionen in Bildung sorgen dafür, dass weniger Jugendliche durch den Rost fallen als anderswo. Die Zahl der Schulabbrecher ist im Südwesten am niedrigsten", hob der Kultusminister hervor. "Dass wir die Bayern seit dem letzten Bildungsmonitor überholen konnten, stellt die Dynamik der Schulentwicklung in unserem Land unter Beweis," ergänzte Rau.
Bei der beruflichen Bildung rangiert Baden-Württemberg an der Tabellenspitze. "Unser leistungsstarkes System der beruflichen Bildung erleichtert jungen Menschen den Start in eine erfolgreiche Berufskarriere. Das berufliche Schulwesen sorge zudem für schulische Anschluss- und Aufstiegsmöglichkeiten. 45 Prozent der Hauptschülerinnen und Hauptschüler erwerben auch in dieser Ausbildungsphase einen mittleren Bildungsabschluss. "Wirtschaft und Handwerk steht in Baden-Württemberg ein gut qualifizierter Fachkräftenachwuchs zur Verfügung", betonte Rau.
Besonders erfreulich sei, dass der Bildungsmonitor für Baden-Württemberg einen anhaltenden Aufwärtstrend im Bildungswesen feststelle, hob der Kultusminister hervor. In acht der dreizehn untersuchten Handlungsfelder seien die Ergebnisse für den Südwesten besser ausgefallen als beim ersten Bildungsmonitor 2004. Die Bildungsforscher attestieren Baden-Württemberg beispielsweise ein Anstieg der Schulqualität, ein Rückgang der Bildungsarmut, eine noch stärkere Vorrangstellung für Bildung bei den öffentlichen Ausgaben, einen gezielten Einsatz der Bildungsinvestitionen und eine verkürzte Verweildauer junger Menschen in den Bildungssystemen.
Eine Betrachtung der 16 Länder zeige, dass die Leistungen der Bildungssysteme weit auseinander klafften. "Eine Annäherung kann aus unserer Sicht nicht in Richtung Mittelmaß geschehen. Deshalb bin ich für jede Form des Leistungsvergleichs, aber gegen eine Vereinheitlichung der Bildungspolitik, weil diese zur Anpassung nach unten führen würde," erläuterte Rau die Schlüsse, die auch auf manche bildungspolitische Debatte anzuwenden seien.
Noch nicht zufrieden ist der Kultusminister mit den Ergebnissen bei der Integration von Migranten. Es seien aber eine Fülle an Maßnahmen auf den Weg gebracht worden, um den Zusammenhang zwischen Herkunft und Bildungserfolg aufzubrechen. Dazu zähle die frühkindliche Bildung, Sprachförderung und der Ausbau des Angebots an Ganztagsschulen. "Ich bin zuversichtlich, dass sich unsere Anstrengungen in wenigen Jahren auch in besseren Ergebnissen niederschlagen werden."
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