Begabtenförderung: Individuell fördern - auf vielen Wegen
"Die Qualitätsentwicklung im Bildungswesen hat ein zentrales Ziel: Alle Maßnahmen müssen darauf ausgerichtet sein, die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler zu verbessern." Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen heute in einem Pressegespräch mit Schülerinnen und Schülern, die an Angeboten der Begabtenförderung im Land teilnehmen.
25.07.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzDie rheinland-pfälzische Landesregierung setze konsequent darauf, parallel zum einen die Unterstützung von schwächeren Schülerinnen und Schülern auszubauen und zugleich besonders begabten Kindern und Jugendlichen innerhalb der Schule aber auch durch außerschulische Maßnahmen zusätzliche Angebote zu machen, betonte Doris Ahnen. Die Palette der Angebote für besonders begabte Schülerinnen und Schüler innerhalb des Schulsystems reiche dabei vom bilingualen Unterricht über die besonderen Möglichkeiten im Rahmen der Begabtenförderung an Gymnasien (BEGYS), die vorhandenen Spezialgymnasien für musisch und für sportlich Talentierte, die Unterstützung zahlreicher Wettbewerbe und spezielle Angebote in den neuen Ganztagsschulen bis zu den demnächst drei Schulen für Hochbegabtenförderung / Internationale Schulen in Mainz, Kaiserslautern und Trier. "In diesen Schulen, zu denen im Schuljahr 2006/2007 noch eine weitere in Koblenz kommen wird, sind nicht nur schon vorhandene Instrumente der Begabtenförderung konzentriert. Darüber hinaus werden dort - auch durch die Kooperation der Schulen mit Hochschulen - noch eine Reihe weiterer Chancen zur Erweiterung der schulischen Ausbildung genutzt", hielt die Bildungsministerin fest.
Aber auch im außerschulischen Bereich unterstütze das Land eine ganze Reihe von Aktivitäten, die gezielt auf die Interessen und Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Begabungen zugeschnitten seien, so Doris Ahnen. Dazu gehörten beispielsweise die von der Evangelischen Akademie der Pfalz in Zusammenarbeit mit dem Heidelberger Life Science Lab organisierten Wochenendkurse für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13 zu Themen aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen, technischen und philosophischen Bereich, die seit 2002 jährlich mindestens jeweils 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer verzeichneten. Dazu zähle vor allem aber auch die seit 2003 im Land stattfindende "JuniorAkademie Rheinland-Pfalz", die mit Unterstützung des Landes und der privaten Klaus-Tschira-Stiftung vom Verein Bildung und Begabung in Bonn jeweils in den Sommerferien organisiert werde, sagte die Ministerin.
Die dritte "JuniorAkademie Rheinland-Pfalz", an der insgesamt 64 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 und 8 teilnehmen, startet am 28. Juli im Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim und läuft bis zum bis 16.August. Unter Anleitung von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern können sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beispielsweise mit den mathematischen Hintergründen von Mengen und deren Elementen beschäftigen, sich auf die Spuren archäologischer Pflanzengemeinschaften begeben, die biologischen und psychologischen Grundlagen des Sehens unter die Lupe nehmen oder im Kurs Sprachwissenschaften Fragen wie "Was ist Sprache und wie funktioniert sie?" oder "Beeinflusst die Sprache unser Denken?" nachgehen.
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