Bildungsmonitor 2008: Berlin Spitzenreiter bei Ganztagsbetreuung

Die heute veröffentlichte Studie "Bildungsmonitor 2008" des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt: Berlin belegt bei der Ganztagsbetreuung in Kindertagesstätten und Grundschulen im Ländervergleich den 1. Platz. Berlins Bildungs- und Familiensenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner sprach von einem sehr guten Zeugnis: "Ich freue mich, dass der Bildungsmonitor 2008 unsere Anstrengungen für eine familiengerechte Politik würdigt. Wir werden diesen Weg in Berlin fortsetzen und die Angebote gleichzeitig weiter verbessern."

26.08.2008 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Rund 57 Prozent aller Grundschüler besuchen der Studie zufolge eine öffentliche Ganztagsschule (Bundesdurchschnitt 12,2 Prozent). Auch für die Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind, ist das Angebot an Ganztagsbetreuung überdurchschnittlich hoch. Laut der Studie zeichne sich Berlin außerdem durch eine steigende Akademikerquote aus.
34 Prozent der Schulabgänger von allgemein bildenden Schulen erwerben das Abitur – das ist die höchste Quote in Deutschland. Überdurchschnittlich hoch sei auch die Zahl der Studienplätze. So biete Berlin deutlich mehr Plätze an, als es für den Bedarf der eigenen Abiturienten benötige. Besonders groß seien die Zuwächse zudem in den Handlungsfeldern Zeiteffizienz (+18,5) (z.B. frühere Einschulung, durchschnittliche Wiederholerquote) und Bildungsarmut (+10,6). Im Vergleich zum Vorjahr hat Berlin in den bewerteten Handlungsfeldern insgesamt knapp 2 Punkte zugelegt.

Zur kritischen Bewertung im Bereich Berufliche Bildung betonte Senator Zöllner: "Die Kritik müssen wir ernst nehmen. Allerdings muss man diesen Punkt differenziert betrachten. So steht die betriebliche Ausbildung im Fokus der Untersuchung und nicht der schulische Teil. Zugleich schlägt hier die strukturelle Schwäche des Wirtschaftsstandortes Berlin durch. Richtig ist, dass wir einen Schwerpunkt auf die berufliche Bildung legen. Zum Beispiel sollen leistungsschwache Auszubildende künftig besser gefördert werden. Dafür habe ich veranlasst, dass mit Beginn des neuen Schuljahres die Teilnehmer an der Einstiegsqualifizierung berufsschulpflichtig werden."

Die Studie, die im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellt wird, vergleicht die Bildungssysteme der 16 Bundesländer anhand von mehr als 100 Kriterien. Indikatoren sind beispielsweise Klassengröße, Studiendauer und Höhe der öffentlichen Bildungsmittel.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.insm-bildungsmonitor.de.


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