Bayern

BLLV verunsichert mit Behauptungen die Schüler, Lehrkräfte und Eltern am Gymnasium

Der BLLV verunsichert durch seine wenig fundierten Behauptungen die Schülerschaft, die Lehrkräfte und Eltern am Gymnasium. Dieses Fazit zieht das Bayerische Kultusministerium angesichts der Pressemitteilung des Verbandes zum achtjährigen Gymnasium. Die Beschreibung, die der BLLV vom Gymnasium 2011 abgibt, widerspricht jeglicher Realität.

28.09.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Das achtjährige Gymnasium ist nicht von "anachronistische Lern- und Leistungsvorstellungen" gekennzeichnet, weist das Ministerium die Fehleinschätzung des Verbandes zurück. Bei der Konzeption des achtjährigen Gymnasiums sind die Anforderungen, die sich durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen auf schulische Bildung ergeben, in hohem Maße berücksichtigt worden. Diese waren von einer Kommission, der neben Lehrkräften, Eltern und Schülern namhafte Vertreter der Hochschulen, der Wirtschaft, der Kirchen, der Medien und der Kunst angehörten, mit eingebracht worden. Der geltende Lehrplan nimmt diese Anforderungen auf und setzt entsprechend stark auf die Vermittlung von Grundwissen, von Kompetenzen und Methoden. Diese Zielsetzung schlägt sich im schulischen Alltag und im Unterricht konkret nieder - dabei spielen didaktische und methodische Innovationen eine wichtige Rolle. Der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler durch die Lehrkräfte kommt zentrale Bedeutung zu, wie die Intensivierungsstunden in besonderer Weise belegen.
Zum aktuellen Schuljahr hat der Freistaat auch mit dem Aufbau von gebundenen Ganztagsklassen an den Gymnasien begonnen, um die Förderung der Kinder dort weiter zu verbessern.

Am achtjährigen bayerischen Gymnasium stehen auch die Vermittlung von Kompetenzen und Grundlagen für ein späteres Studium oder eine anspruchsvolle berufliche Ausbildung der jungen Leute im Vordergrund - vor allem in der Oberstufe mit ihren Besonderheiten der W- und P-Seminare. Die Weichenstellung von verbindlichen Fächern in den Abiturprüfungen dient der Studierfähigkeit. Im Sommer haben die ersten gut 32.000 Schülerinnen und Schüler des achtjährigen Gymnasiums erfolgreich ihr Abitur abgelegt.

Dem Zweifel des BLLV an der Effizienz der gymnasialen Bildung und der Förderung der jungen Menschen durch die Lehrkräfte widerspricht das gute Abschneiden der bayerischen Gymnasiastinnen und Gymnasiasten beim Ländervergleich des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen. Bei diesem haben die bayerischen Schülerinnen und Schüler den Platz 1 belegt.
Es ist auch gelungen, die Anzahl der Pflichtwiederholer an den Gymnasien zu senken - und das bei einer steigenden Quote von Schülern, die nach der Grundschule das Gymnasium besuchen. Die Quote der Pflichtwiederholer lag in den Jahren 2001/2002 bis 2003/2004 noch bei rund 3 Prozent und sank im Zeitraum von 2007/2008 bis 2009/2010 auf etwa 1,8 Prozent.

Das Gymnasium wird in den kommenden Jahren in aller Ruhe unter den Schwerpunkten von Qualität und Gerechtigkeit weiterentwickelt, bei einer Fachtagung im Dezember 2010 waren z.B. entsprechende Impulse diskutiert worden.

Bei der Weiterentwicklung des Gymnasiums fließen die Ergebnisse eines umfassenden Monitorings ein. Das Kultusministerium überprüft die Situation für die Schülerinnen und Schüler am Gymnasium systematisch. Zunächst wurde 2009 ein Monitoring der Oberstufe am achtjährigen Gymnasium durchgeführt. Als Folge wurde zum Beispiel das Budget an Lehrerstunden für die Gymnasien erhöht; ferner erhielten die Lehrkräfte kurzfristig fachliche Hilfen zur Umsetzung der Lehrpläne und zur gezielten Abiturvorbereitung. Im laufenden Schuljahr hat eine Überprüfung der Mittelstufe - auch hinsichtlich des Lehrplans - begonnen.

Bei der Einschätzung der schulischen Wirklichkeit und bei der Weiterentwicklung des Gymnasiums steht das Ministerium in enger Verbindung mit der Landeseltern-Vereinigung, der Direktorenvereinigung und dem Berufsverband der bayerischen Gymnasiallehrer, dem Philologenverband.

Schade, dass sich der BLLV wieder einmal auf dem Holzweg befindet. Er kennt das Gymnasium nicht.


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