Bundesstatistik bestätigt Spitzenposition im Bildungsbereich
Der heute veröffentlichte Bericht des Statistischen Bundesamtes "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" bestätige erneut die bundesweite Spitzenposition des Freistaats im Bildungsbereich, erklärt Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU).
19.09.2007 Thüringen Pressemeldung Thüringer KultusministeriumKultusminister Goebel: "Das gute Abschneiden ist Ergebnis einer seit 17 Jahren kontinuierlichen und zukunftsweisenden Bildungspolitik. Dank des durchlässigen und zweigliedrigen Schulsystems sowie dank unserer hervorragenden Hochschulen ist der Freistaat eine Kaderschmiede für Ingenieure und Nachwuchsforscher. Außerdem haben wir die höchsten Bildungsausgaben und die beste Schüler-Lehrer-Relation. Das hat nach dem Bildungsmonitor 2007 nun auch der Statistikbericht deutlich gemacht. Mit dem Entwicklungsvorhaben ´Eigenverantwortliche Schule´, dem ´Thüringer Bildungsplan für Kinder bis 10 Jahre´, der Weiterentwicklung des Gymnasiums, dem kommenden Hochschulpakt im Rahmen einer umfangreichen Zukunftsinitiative und einer verlässlichen Personalpolitik, die Voraussetzung für hohe Schul- und Unterrichtsqualität ist, werden wir diesen erfolgreichen Weg weiter beschreiten."
Laut Statistik sind Studienanfänger mit rund 20 Jahren in Thüringen am jüngsten, da die Hochschulreife bereits nach zwölf Jahren erworben werden könne. Die meisten Abschlüsse gebe es mit 19 Prozent der Absolventen im Bereich der Ingenieurwissenschaften. Der OECD-Durchschnitt liege bei 12 Prozent. Auch beim Frauenanteil der Absolventen in den naturwissenschaftlich-mathematisch-technischen Fächern liege der Freistaat mit 33 Prozent im Spitzenfeld. Deutlich über dem OECD-Mittelwert sei auch die Zahl der weiblichen Absolventinnen mit einem Hochschulabschluss. Thüringen sei darüber hinaus insbesondere für Studierende aus China ein attraktiver Hochschulstandort. Ihr Anteil liege bei 25 Prozent aller ausländischen Studierenden. Deutschlandweit seien es 12 Prozent.
Bundesweit vorn sei der Freistaat auch bei den Bildungsausgaben pro Bildungsteilnehmer in Relation zum Bruttoinlandsprodukt je Einwohner. So würden die Ausgaben für Bildungseinrichtungen mit 42 Prozent deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 26 Prozent liegen. Die jährlichen Ausgaben pro Schüler im Sekundarbereich würden 41 Prozent betragen. Im Durchschnitt aller Länder seien es 25 Prozent. Deutlich über dem bundesweiten Schnitt von 44 Prozent seien auch die Ausgaben im Hochschulbereich. Mit 63 Prozent verzeichne Thüringen einen der höchsten Werte. Außerdem seien die Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit 41 Prozent deutschlandweit die höchsten. Zum Vergleich: In Hessen sind es 18 Prozent.
Auch beim Betreuungsverhältnis braucht sich der Freistaat nicht zu verstecken. Demnach würden im Sekundarbereich I zwölf Schüler auf einen Lehrer kommen. Deutschlandweit liege die Schüler-Lehrer-Relation hier bei 16:1. Die durchschnittliche Klassengröße im Sekundarbereich I betrage im Freistaat 19 Schüler (OECD-Wert: 24). Darüber hinaus habe Thüringen mit 6,6 Prozent die wenigsten frühen Schulabgänger und liegt damit deutlich unter dem EU-Zielwert von 10 Prozent und dem Bundesdurchschnitt von 14 Prozent.
Der Statistikbericht "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich" ist im Internet unter www-ec.destatis.de zu finden.
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